Schlagwort: soziale Gerechtigkeit (Seite 1 von 14)

Wie man Autokraten stürzt.

"Kann man Autokraten abwählen? JA! Man kann.

Victorrr Orban hat alles legale und mutmaßlich auch einiges Illegales dafür getan, dass er nie wieder abgewählt werden kann.

Richter gleichgeschaltet, Medien gleichgeschaltet, Opposition drangsaliert, wo es nur geht und das Wahlsystem perfekt auf sich selbst zugeschnitten.

Und er hat Angst, Hass und Spaltung gesät. Im Namen Putins die EU blockiert, keine Chance ausgelassen, um zu behaupten, dass ein angeblicher Krieg mit der Ukraine droht, woke Regenbogenkrieger an die Wand gemalt und dann?

Dann rockt ihn Magyar einfach weg und holt die 2/3 Mehrheit für die Opposition.

Warum? Die Opposition war geeint, sie wussten, dass das mutmaßlich die letzte Patrone der Demokratie ist.

Und Magyar hat sich auf die ganzen Lügen Orbans gar nicht eingelassen. Er hat Orban nicht den Aufmerksamkeitsraum gelassen. Er hat seine Wähler ernst genommen aber Victor Orban nicht. Er ist einfach tagtäglich durch das Land getingelt und hat die Menschen bei den ganz praktischen Dingen gegriffen.

Marode Schulen, in denen nicht mal Klopapier zu finden ist, kaputte Krankenhäuser, schlechte Versorgung der Landbevölkerung, all die ganz normalen alltäglichen Dinge des Lebens.

Den Kulturkampf hat er ausgelassen, die Lügen hat er nicht ernst genommen aber aufgezeigt wie Korruption und Günstlingswirtschaft ganz praktisch das tägliche Leben der Menschen in Ungarn ruinieren.

Und ich denke schon, dass das eine Botschaft ist, die da von Ungarn ausgeht.

Die Menschen sind durchaus bereit gemeinsam Autokraten und Möchtegernautokraten den Mittelfinger zu zeigen, wenn sie verstehen, dass es nicht um irgendeinen „abstrakten Krempel“ geht sondern ganz praktisch um ihr tägliches Leben.

Und da Autokraten nur sich selbst am nächsten sind und dann ihrer Familie und Freunden, ruinieren sie genau das mit schöner Regelmäßigkeit. Und dann können ihnen die Medien gehören, dann können sie Wähler drangsalieren, dann können J.D. Vance, Marco Rubio und co. zur Rettung eilen, es bringt alles nichts.

Die Leute haben irgendwann die Schnauze voll davon. Und es gibt eine gute Chance, dass das auch bei den Midterms mit Trump passiert.

Denn Trump ist gerade dabei ganz praktisch das tägliche Leben der Amerikaner (und unseres gleich mit) zu ruinieren. Und das sehen die Menschen täglich. Da können die ganzen sektenartigen MAGA-Spinner täglich das Gegenteil behaupten, irgendwann kommt man doch ins Nachdenken, wenn man das tägliche Leben nicht mehr bezahlen kann.

Die Demokraten gewinnen in den USA gerade Nachwahlen, die noch vo 2 Jahren gegen die Republikaner ungewinnbar gewesen wären – sofern es im November noch echte Wahlen gibt, wird Trump danach kippen.

Die Wahl in Ungarn ist auch ein phantastisches Zeichen für die EU. Denn erstens hat Orban keine Chance ausgelassen dieses zu blockieren aber zweitens ist es ein Verdienst der EU, dass Ungarn überhaupt noch eine Chance hatte.

Ohne den Rahmen der EU hätten Orban und seine Spießgesellen ihr Land noch viel zügiger Richtung Autokratie umbauen können, aber so war da immer noch ein Player, der (wenn auch viel zu spät und behäbig) diesen Umbau erschwert und ihm das Geld entzogen hat.

Aber die Wahl in Ungarn ist auch eine Warnung: Die Demokratie muss liefern. Und zwar keine abstrakten Versprechungen sondern ganz konkrete Verbesserungen im täglichen Leben: Klopapier auf den Schultoiletten, heile Krankenhäuser, gute Straßen und Brücken, die nicht einstürzen und Bahn und ÖPNV, die funktionieren.

Und damit schlägt sich ganz wunderbar die einstürzgefährdete Autobahnbrücke zu unsere Regierung. Denn EXAKT DESHALB ist es so furchtbar dumm wenn Merz und co. die Abermilliarden aus dem Sondervermögen für fossile Subventionen, Rentnerstreicheln und Löcher im Kernhaushalt veruntreuen.

Denn DAS IST, was JEDE UND JEDER täglich merkt. Wenn die Scheißbahn wieder nicht kommt. Wenn in Dresden Brücken in die Elbe krachen, wenn es durchs Schuldach leckt.

Über den Rest, wie links wie konservativ, wie woke, wie antiwoke kann man sich wunderbar die Köpfe einhauen, ohne je irgendwo anzukommen – aber marode Infrastruktur und kaputtgesparte Bildung, da gibt es eben keine zwei Meinungen.

Wir sollten aufhören Trump und co. ständig den Aufmerksamkeitsraum zu geben, indem wir auf jeden Wahnsinn von ihnen eingehen und uns um Symbole die Köpfe einhauen und ganz praktisch für bessere Lebensbedingungen kämpfen.

Es wird Zeit, dass die Demokratie liefert. Dann hat sie eine Chance, seit heute Morgen ist sogar für Ungarn wieder Hoffnung. Und das feier ich jetzt einfach mal!

Heute ist kein guter Tag für Autokraten und damit ist heute ein guter Tag für uns.

Denkt dran: Bisherige gewaltfreie Umstürze zeigen, dass 3,5 % der Bevölkerung die beharrlich und gewaltfrei am Kippen des Autokraten oder Möchtegernautokraten arbeiten, reichen. Und diese 3,5 % sind in den USA zuletzt fast schon auf der Straße gewesen.

Einer gekippt, noch viele weitere zu kippen.

Euer CF

CDU macht Klassenkampf

"Warren Buffet hat mal gesagt: „Es ist Klassenkampf, aber es ist meine Klasse, die Reiche die ihn führt und gewinnt!“

Er wollte damit übrigens erreichen, dass durch eine deutliche Steuerreform wieder mehr Gerechtigkeit erreicht wird.

Das ist natürlich nicht passiert.

Statt dessen wurden die Steuergesetze weltweit noch stärker aufgeweicht und sind Reiche immer noch reicher geworden.

In den letzten Jahren ist die Schere angeblich nicht mehr weiter aufgegangen und alle in der Politik klopfen sich auf die Schulter. Die Sache ist nur, dass das sehr wahrscheinlich gar nicht stimmt.

Das Kapital ist inzwischen nur so stark bei ein paar hundert Milliardären konzentriert, dass deren Zugewinne gar nicht mehr seriös messbar ist.

Bis vor kurzem profitierten immerhin noch die obersten 10 %, inzwischen vermutlich nur noch 0,1 % der Bevölkerung.

Das hindert aber die oberen 10 % natürlich nicht den Drecksjob für die Milliardäre und Multimillionäre zu übernehmen.

Erst werden von Merz und der CDU im Wahlkampf dreiste Lügen über das Bügergeld und angeblich flächendeckenden Betrug verbreitet und behauptet, dass man locker 50 Milliarden einsparen könnte.

Als sich herausstellt, dass ABSOLUT NICHTS eingespart werden kann, weil es eben keinen flächendeckenden Betrug gibt, sondern nur vereinzelte Fälle und man Menschen nunmal grundgesetzlich das Überleben sichern muss, wird einfach die nächste Gruppe als Sündenbock ins Visier genommen.

Man spricht nebulös aber für jeden verständlich von „Problemen im Stadtbild!“ „Weißt ja wen ich mein, Zwinker-Zwonker!“ und schon ist die Bürgergeld-Debatte wieder vergessen.

Die Wirtschaft will davon komischerweise trotzdem nicht anspringen. Was auch damit zusammenhängen könnte, dass man die Abermilliarden aus dem Sondervermögen lieber in irre CSU-Wahlgeschenke umleitet, statt sie in Zukunftsbranchen zu investieren. Die würgt man, wie Solar und Windkraft lieber heimlich ab.

Aber kein Problem, Merz und Reiche haben schon den nächsten Schuldigen entdeckt.

Es muss am hohen Krankenstand liegen! Wir müssen alle MEHR ARBEITEN. Wobei bei dem „Wir“ offensichtlich die pöbelnden Politiker nicht mitgemeint sind. Sonst hätten sie wissen können, dass die Erhöhung durch die telefonische Krankschreibung vor allem eine statistische ist, weil die Krankschreibung digital gemeldet endlich umfassender erfasst werden.

Was helfen könnte, um den Krankenstand zu senken, wäre vor allem bei psychischen Erkrankungen (die häufig langwierig sind) endlich bessere Erreichbarkeit von Therapien und überhaupt mal einem Arzttermin zu gewährleisten. Das passiert natürlich nicht. Das Gegenteil passiert. Leistungen hier werden noch weiter zusammengestrichen.

Und wenn Menschen auf ihre Psyche achten und versuchen Arbeit, Kinder, Pflege und dieses schöne Monstrum namens „Leben“ unter einen Hut zu bekommen ohne sich krank zu arbeiten, nennt das die CDU-Spitze ab jetzt „Lifestyle-Teilzeit“.

Und das gehört natürlich abgeschafft.

Um dann wiederum einen höheren Krankenstand zu haben und die Opfer dieser Politik noch schlechter zu versorgen, weil dafür natürlich kein Geld mehr da ist.

Übrigens stimmt auch das mit der Lifestyle-Teilzeit natürlich nicht. Die Arbeitsleistung ist insgesamt trotzdem gestiegen, vor allem weil mehr Eltern arbeiten, weil sie arbeiten müssen, um überhaupt noch explodierende Mieten zahlen zu können. Und dafür dass die Boomer jetzt in Rente gehen – bei denen in einer Beziehung meist nur einer voll oder überhaupt für Lohn gearbeitet hat – kann kein Teilzeit-Arbeiter irgendwas.

Und dafür, dass die Löhne nicht mit den gestiegenen Lebenserhaltungkosten mithalten auch nicht.

Und natürlich soll auch der Zahnersatz in Zukunft keine Kassenleistung mehr sein grölt der Wirtschaftsflügel der Union jetzt endgültig in Klassenkampfstimmung und pisst endgültig auf 90 % der Bevölkerung.

Und stimmt ja auch, wozu Zähne wenns dann bald eh nix mehr zu beißen gibt. Miete oder Essen, deine Entscheidung!

Die Wirtschaft wird von all dem nicht in Gang kommen, denn die krankt an ganz anderen Dingen. Die krankt daran, dass wir bei Zukunftsbranchen nicht entschieden genug investiert haben, dass China uns mit unfairen Methoden überrollte und aus dem Weltmarkt drängt. Dass Trump und co. uns erpressen und Digitalfirmen aus den USA uns steuerfrei kolonialisieren und auspressen.

Aber es geht eben nicht um Deutschland, es geht darum ein paar Hundert Menschen in Deutschland noch reicher zu machen und dafür ist jedes Mittel und jede Beleidigung ehrlicher Arbeit und Angestellter recht.

Wenn also der Juso-Vorsitzende Philipp Türmer der Union Klassenkampf vorwirft dann hat er absolut recht.

Es ist ein Klassenkampf der oberen 10 %, gegen die 90 % darunter zu Gunsten der obersten 0,1 %.

Und es ist kein Zufall, dass die Überarbeitung von Erbschaftssteuer und co. derweil auf sich waren lässt. Denn das ist natürlich nicht im Interesse der obersten 0,1 % die bisher im Regelfall keine zahlen. Weil Firmenvermögen. Du verstehst Bruder. Und wenn ihr uns jetzt das Firmenvermögen mit Erbschaftssteuer belastet, mit welchem Geld sollen wir dann die Fabriken und Jobs nach Fernost verschieben?

Es ist Klassenkampf. Wäre vielleicht mal gut wenn wir hingehen.

Euer Captain Futura

P.S. Wenn ihr mich unterstützen mögt (denn ja, das ist viel Arbeit) hab ich einen freundlichen Patreon! Danke!
https://www.patreon.com/u32965554/about?l=de

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Quellen:

https://publikationen.bundesbank.de/publikationen-de/berichte-studien/monatsberichte/monatsbericht-april-2025-954594

https://publikationen.bundesbank.de/publikationen-de/berichte-studien/monatsberichte/vermoegen-und-finanzen-privater-haushalte-in-deutschland-ergebnisse-der-vermoegensbefragung-2023–954598

https://www.bundeswirtschaftsministerium.de/Redaktion/DE/Schlaglichter-der-Wirtschaftspolitik/2024/03/05-vermoegensungleichheit-in-deutschland-und-europa.html

https://www.bpb.de/kurz-knapp/zahlen-und-fakten/sozialbericht-2024/553230/vermoegensungleichheit/

https://www.deutschlandfunk.de/ju-chef-winkel-fuer-rasche-reform-der-altersvorsorge-juso-chef-tuermer-wirft-union-klassenkampf-vor-100.html

https://www.tagesschau.de/wirtschaft/arbeitsmarkt/arbeiten-reformen-wirtschaftswachstum-100.html

https://www.tagesschau.de/inland/innenpolitik/krankschreibungen-bundesregierung-krankenkassen-100.html

Frohe Meihnachten, Nehmen ist seliger denn Geben.

"Kaum eine Diskussion über die Soziale (Un)Gerechtigkeit kommt ohne die Bemerkung aus, dass die „Ungleichheit zuletzt abgenommen hat!“ Mal kommt das aus der CDU als Bestätigung von weiterer Umverteilung von unten nach oben, mal bringt den Trendspruch ein Sozialdemokrat eher verschämt und ein bisschen erleichtert. Es erleichtert natürlich ungemein die Zustimmung zu CDU-Maßnahmen, die die Mittelschicht weiter schwächen, wenn es irgendwie auf geheimnisvollem Wege besser geworden ist und besser bedeutet ja, dass es alles mal gar nicht so schlimm ist wie angenommen!

Da könnte man doch jetzt glatt am Weihnachtsbaum vorm Schloss Bellevue zur Feier des Tages mal so richtig die Illumination hochdrehen und bei einer Feierstunde zum Wunder des sozialen Ausgleichs einen guten Tropfen Glühwein (Primitivo und Zinfandel mit ausgesuchten Gewürzen und karamellisiertem Rohrzucker) die Kehle herabrinnen lassen.

Leider allerdings ändert dieses Wunder nichts daran, dass der Weihnachtsbaum der Vermögen weiter auf dem Kopf steht. Es hat sich, selbst in den offiziellen Daten wenig zum Positiven geändert. Der Gini-Koeffizient, der das Maß der Vermögensungleicheit misst, war in den letzten Jahren konstant um die 0,77 – was erstens sehr hoch und zweitens höher als selbst in den meisten Nachbarländern ist. Und dieser Koeffizient ist vielleicht ein bisschen gesunken. Denn je nach Messmethode hat die ärmere Hälfte wieder etwas mehr Vermögen. Die hatte aber zwischendurch auch nahezu 0 Vermögen, von da aus ging es kaum mehr abwärts. Jetzt sind es je nach Messung 1,2 vielleicht aber auch bis zu 2,3 % des Gesamtvermögens.

Wo, die Hälfte Deutschlands besitzt wieder bis zu 2,3 % des Vermögens, also darauf kann man sich schon mal ein ähm Leitungswasser aufmachen!

Wenn man jetzt nochmal genauer nachschaut liegt einer der Hauptgründe für das Weihnachtswunder des sozialen Ausgleichs darin, dass die Immobilienbewertungen in den letzten Jahrzehnten so absurd gestiegen sind. Das klingt erst einmal widersinnig, ist aber erstaunlich logisch. Immobilienbesitz ist in Deutschland deutlich stärker gestreut als der Besitz von Kapital-, Finanz- und Auslandsvermögen, die sich vor allem bei den Reichen und Superreichen sammeln. Weil die weltweiten Reichen und Superreichen in den lukrativen deutschen Immobilienmarkt gedrängt sind haben sie als Nebeneffekt das BUCHHALTERISCHE Vermögen der kleinen Häuslebesitzer mitwachsen lassen. Und da das oft deren einziges nennenswertes Vermögen ist, hat das bei denen proportional stärker „reingehauen“.

Wir haben also buchhalterische Vermögensgewinne für Hauseigentümer auf der einen und explodierende Mieten auf der anderen Seite. Aber während die Vermögensgewinne für Hauseigentümer heute schon verbucht werden, vernichten die absurden Mieten die Vermögen der Unter- und Mittelschicht erst häppchenweise, jeden Monat und jede überhöhte Nebenkostenabrechnung von Vonovia aufs Neue.

Es ist aber so: Immobilienbewertungen können jederzeit wieder sinken – ausgegebene Mieten sind weg bzw. natürlich nicht weg aber bei jemandem anders.

Und wo wir also gerade die sozialen Geschenke aus dem Weihnachtswunder unter den „Gar-nicht-mehr-so-armen“ verteilen wollten, kommt Alles noch schlimmer.

All diese Annahmen fußen darauf, dass man die tatsächliche Vermögensrealität der Superreichen einschätzen kann. Kluge Menschen haben irgendwann mal offizielle Daten mit dem abgeglichen, was Forbes und so herausgefunden haben und naja, was soll ich sagen. Also man lag halt nur so 50 % daneben.

Traditionell schätzt man Vermögen durch freiwillige Umfragen ein. Aber die Vermögen sind inzwischen so absurd bei so absurd wenig Menschen konzentriert, dass dabei die Milliardäre schlicht durchs Raster der Wahrscheinlichkeit fallen. So besitzen inzwischen 3900 Menschen in Deutschland circa ein Drittel des Finanzvermögens. Und selbst wenn einer von diesen durch Zufall angerufen wird: Wann hat Dieter Schwarz (Lidl / Kaufland / …) mit mehr als 40 Milliarden wohl zuletzt an einer freiwilligen Umfrage teilgenommen?

Die Hans-Böckler Stiftung hat daher damit angefangen diese Daten mit tatsächlichem Firmenbesitz und co. zu korrigieren, was bei den undurchsichtigen Stiftungskonstruktionen all der „Familienunternehmen“ da draußen gar nicht so einfach ist. Die Folge war eine Verdoppelung des tatsächlichen Anteils der Superreichen und jetzt kommen wir also beim hell leuchtenden Weihnachtsstern an.

Also der Spitze mit den „Familienunternehmen“, was immer so nett klingt. Hach Familienunternehmen! Schön! Menschen wie du und ich! Wobei: Ist nicht auch Amazon ein „Familienunternehmen“? Und Tesla? Und Oracle? Die haben doch auch alle Familie und es bleibt stets in der Familie wenn z.B. der Sohn vom Oracle Besitzer sich ein Medienimperium zusammenkauft! Oder sollte man bei Familie vielleicht eher an die „Familie“ im Sinne des Paten denken?

Denn es gibt eine sehr hohe Wahrscheinlichkeit, dass die Ungleichheit gar nicht abgenommen hat. Sehr viel wahrscheinlicher ist, dass mittlerweile durch die Skaleneffekte bei KI / Automatisierung / Digitalisierung nur noch so wenig Menschen die Gewinne einsammeln, dass Gini-Koeffizient und deutsche Spitzenpolitiker gleichermaßen blind dafür werden.

Denn wenn nach dem Motto von „The Winner Takes it all!“ nur noch 0,1 oder sogar nur 0,001 % die Gewinne einstreichen, dann kann darunter die Ungleichheit sinken, während sie eigentlich sogar explodiert.

Man könnte daraus nun die Erkenntnis ziehen, dass es bald soweit ist, dass von einer Vermögenssteuer 99,9 % der Deutschen profitieren würden und das alleine schon eine gute Idee wäre, um endlich zu wissen, wer wieviel besitzt. Vermögenssteuer also als eine unfreiwillige Umfrage, an der sogar ein Dieter Schwarz und die Aldi-Familie teilnehmen müssten.

Oder man kann sich in eine Talkshow setzen und anmerken, dass ja „zuletzt die Ungleichheit gesunken sei!“. In diesem Sinne: Habt schöne Meihnachten oder Weihnachten und wenn man sich was wünschen dürfte, also eine Vermögenssteuer unterm Weihnachtsbaum, die würde ich schon nehmen. Aber dafür müssten Merz und Klingbeil wohl erst von 3 Geistern besucht werden…

……..
Ich weiß, es ist ja quasi schon Weihnachten, aber falls ihr noch ein Last-Minute-Geschenk braucht und der Post vertraut hätte ich da so ein Buch. Das Cover ist nicht so der Hit (dafür kann ich nix, wollte der Verlag so) aber der Rest ist, soviel kann ich versprechen, immer noch erstaunlich aktuell, lustig, informativ und unterhaltsam!

Einfach heute schnell hier oder beim Laden um die Ecke bestellen, wahrscheinlich kommts noch an!
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