Tag: soziale Gerechtigkeit (page 1 of 2)

Ist Bitcoin die Zukunft?

Elon Musk hat mit Tesla (und anscheinend auch persönlich) Milliarden in Bitcoins investiert. Was aussieht wie die Zukunft, ist aber vor allem ein weiterer Schritt Richtung Klima-Apokalypse. Denn Bitcoins laufen auf gigantischen Mengen dreckigem Kohlestrom, der den Treibhauseffekt weiter anheizt. Und das obwohl der praktische Nutzen gegen Null geht, da es sich um eine reine Spekulationsblase handelt.

Denn während Kreditkartentransaktionen sparsam mit Energie umgehen verbrauchen Bitcoins beim Schürfprozess bzw. Mining
unglaubliche Mengen von Strom. Nicht umsonst stehen die entsprechenden Rechenzentren meist dort, wo Strom günstig ist, z. B. in der chinesischen Einöde mit Direktleitung zum Kohlekraftwerk. Beim Mining knacken Hochleistungsrechner komplizierte Rechenaufgaben, um die Verschlüsselung zu validieren. Das muss man genauso wenig verstehen wie den Hype um dieses auch in halbseidenen Kreisen beliebte Zahlungsmittel – verstehen sollte man aber, dass der Stromverbrauch gigantisch ist. Schätzungen gehen davon aus, dass eine Bitcoin-Transaktion durch das Mining bis zu 300 kWh verbrauchen kann. Das entspricht ca. 300.000 Kreditkartentransaktionen.

Die Zahl wird übrigens teilweise noch höher angesetzt, ich habe mich hier grob an Wikipedia gehalten. Schon 2018 soll die Bitcoin-Szene deutlich mehr Strom verbraucht haben als Dänemark. Für etwas, das als reines Spekulationsobjekt im täglichen Leben komplett nutzlos ist. Und genauso hat Elon Musk das auch gehandhabt: Tesla hat bereits zehn Prozent der Anlagen in Bitcoins wieder abgestoßen und dabei einen hübschen Gewinn im höheren Millionenbereich gemacht.

Was einmal mehr belegt: Milliardäre machen was Milliardäre machen: Reicher werden. Und: Zwischendurch Sonntagsreden schwingen, während sie Montag bis Samstag für die Rendite die Zukunft des Planeten ruinieren.

Und Bitcoins? Gehören eigentlich längst stillgelegt und durch effizientere Kryptowährungen ersetzte. Statt dessen wird der Hype weitergehen, denn jetzt haben zu viele Menschen zu viel zu verlieren und die Gier der Anderen tut ihr übriges. Was einmal mehr beweist: Die schöne neue Digitalwelt sieht am Ende unter der weißen Plastikoberfläche genauso dreckig aus wie der Erdöl- und Kohlerausch vergangener Jahrhunderte.

Übrigens gibt es einen nennenswerten Anteil an Bitcoins, zu denen der Besitzer oder die Besitzerin den Schlüssel verloren hat. Manche Menschen sind theoretisch Multimillionäre, kommen aber an ihr Geld nicht ran, weil sie das Passwort nicht mehr wissen. Anders gesagt läuft da ein Kohlekraftwerk für Bitcoins, die im Grunde zweimal nicht existieren. Einmal nicht physisch und einmal nicht als abrufbares Vermögen. Die Zukunft unseres Planeten wird für digitale Geister ruiniert.

Euer Captain Futura.

Und weil IMMER dieselben Kommentare der Bitcoinfans kommen. Hier nochmal wiederholt, es wird folgendes verglichen:

Die Visa Incorporation mit ihrem KOMPLETTEN Stromverbrauch – auch Gebäude und co – geteilt durch alle Transaktionen die sie vornimmt

gegen

Die Bitcoin Gemeinde und ihr Stromverbrauch geteilt durch alle Transaktionen, die sie vornimmt.

Und dann kommt das in der Grafik raus, beziehungweise meist für Bitcoins noch viel schlechtere Werte (Ich war noch nett). Das liegt daran, dass Bitcoins kaum reale Anwendungen haben und reine Spekulationsobjekte sind. Und genau darum geht es hier. Es wird für eine Spekulationsblase das Klima weiter ruiniert. Es ist, wenn man so will eben kein Geld, sondern wenn überhaupt digitales Gold ABER sogar energetisch im Schürfprozess NOCH schlimmer als Gold und in dem Moment wertlos in dem z.B. China und andere Staaten entscheiden, dass man Strom besser für effizientere moderne Kryptowährungen nutzen sollte, wie z.B. Ethereum.

Bitcoin Energy Consumption Index


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Diese Grafiken und all das sind, wie man sich vermutlich vorstellen kann, tierische Arbeit und ich hab leider den Punkt verpasst Bitcoins zu kaufen. Ich hab aber ein Buch gemacht. Mit tollen Grafiken, guter Unterhaltung und spannende Wissen, also wenn ihr Euch eine Freude machen wollt und mich unterstützen mögt:
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Quellen

https://de.wikipedia.org/wiki/Bitcoin#Mining-Rechenleistung,_Stromverbrauch_und_Umweltverschmutzung

https://www.faz.net/aktuell/finanzen/digital-bezahlen/bitcoin-stromverbauch-beiherstellung-enorm-hoch-15876893.html

https://www.sueddeutsche.de/digital/bitcoin-herstellung-energieverbrauch-1.4207289

Antwort auf die Junge Union: Schwarz-Gelb-Blau(braun) im Bund?

Die Junge Union hängt zu jeder Wahl die roten Socken raus. Und warnt in wunderbaren Grafiken vor einer linken Bundesregierung. Und ich dachte: Das ist so eine schöne Tradition, da starte ich direkt meine eigene. Denn wenn die Junge Union die roten Socken raushängt, dann häng ich doch einfach mal die braunen raus. Ist doch nur fair.

Denn ein kleiner Tipp liebe Junge Union: Die Personen, die ihr da abbildet sollten mehr Panik auslösen als das derzeitige Kabinett. Und ich muss sagen: Habeck für Arbeit und Soziales, Baerbock als Kanzlerin, Hofreiter für Verkehr, Kühnert für Wirtschaft und Ralf Stegner für Justiz und Katja Kipping: Kann ich das bitte einfach sofort haben?

Wir haben derzeit Andi B. Scheuert als Verkehrsminister. Und Altmaier als Wirtschaftsminister. Euer Andi hat Inkompetenz in eine ganze neue Liga geführt und Altmaier ist der erste Wirtschaftsminister, den von Arbeitgeber über Arbeitnehmer, Industrie bis hin zu denen, die erst noch in die Klimakatastrophe geboren werden – wirklich ALLE für inkompetent halten. Muss ich mehr sagen?

Und ja, das ist gemein, Maaßen und Höcke mit in eine potentielle Bundesregierung aufzunehmen. Denn noch steht eure Brandmauer nach rechts. Also so halbwegs. Nicht in Thüringen. Nicht in der Provinz, da bröckelts schon. Aber sonst so halbwegs.

Aber ganz ehrlich: Das ist einfach nur Euer Niveau des Diskurses. Und ich mein es immerhin satirisch mit einer ordentlichen Portion schwarzem Humor. Ihr meint Euren kompletten Unsinn völlig ernst.

Hier übrigens mal, für alle (außer euch, liebe Junge Union) zum Lachen, eure Angstmacherpost aus 6 Jahren:

2016 noch mit Claudia Roth:

Mit Habeck als Kanzler:
https://m.facebook.com/JUMuenchenNord/photos/a.490286407738776/2754076291359765

Die aktuelle Version der roten Socken:
https://twitter.com/ju_mucnord/status/1340741365756510209

Witzig.

Wir sehen uns im September,
Euer Captain Futura

……..

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Mietendeckel runter? – Renditen hoch!

Der Mietendeckel wurde vom Bundesverfassungsgericht gekippt und die Häme ist groß. Gerade bei CDU und FDP, deren Abgeordnete stolz die Klage eingereicht haben. Und das macht ja auch irgendwie Sinn, dass CDU und FDP gegen den Versuch aktiver Politik geklagt haben. Beide Parteien zeichnen sich ja dadurch aus, dass sie in den letzten rund 20 Jahren zu reinen Erfüllungsgehilfen der Wirtschaft geworden sind.

„Sag mal da am Selbstbedienungsbuffet ist ein Monster, dass alles auffrisst, seht ihr das nicht?“ – „Oh doch klar, das ist die Wirtschaft!“ – „Oh, okay? Und warum setzt der keiner Grenzen?“ – „Bist du wahnsinnig, die muss man immer füttern, hörst du! Und ihr alle Wünsche erfüllen! Nicht, dass sie böse wird und weggeht! Die scheißt Gold! Und macht das Leben besser!“ – „Für wen?“ – „Das ist hier doch nicht die Frage, sie tut es, darauf kommt es an und nicht soo laut, sie ist sehr scheu!“ – „Aber sie hat angefangen den Tisch und die Möbel mit aufzuessen“ – „Ja, das ist normal mach dir keine Sorgen!“

Denn das ist ja der Punkt: Außerhalb absurd gestiegener Renditen für Deutsche Wohnen und co. gibt es keine sinnvolle Erklärung für die explodierenden Mieten.

Die deutsche Bevölkerung ist in den letzten 10 Jahren um 1,7 % gestiegen. Die Inflation ist fast schon historisch niedrig und beläuft sich auf ganze 13 %. Die durchschnittliche Wohnfläche pro Person ist um 10 % von 42,5 auf 47 Quadratmeter gestiegen, wobei sie in den großen Städten und insbesondere Berlin lange nicht so schnell steigt.

Das heißt entweder Wohnen ist von 2009 bis 2019 einfach doppelt so toll geworden und alle Mieter in Berlin haben jetzt eine Dachterrasse, vergoldete Wasserhähne und Marmorbäder, oder da haben Investoren einen Selbstbedienungsladen gefunden, weil alle in die Städte wollten.

Eindeutig ist übrigens, dass der Mietpreisdeckel, anders übrigens als die schnuckelige Mietpreisbremse funktioniert hat. Die Mietpreise in Berlin sind zuletzt kaum mehr gestiegen.

Jetzt kommen natürlich all die Jünger des ewigen Wachstums aus ihren Homeoffices, die rufen: „Das einzige was gegen Mietpreissteigerungen hilft ist bauen, bauen, bauen!“

Aber ist das so? Hamburg baut so schnell es kann, die Mietpreise steigen hier langsamer, aber insgesamt immer noch ordentlich explosiv. Ich war da und bin nicht umsonst rausgezogen, mir fehlte die Begeisterung die Hälfte der Zeit für die Miete zu arbeiten.

Wer derzeit in Hamburg unterwegs ist, weiß: Halb Hamburg ist eine Baustelle, am Anfang ist immer von Sozialwohnungen die Rede, die dann doch häufig Stadtvillen werden, aber sicher ist stets: Am Ende ist noch ein Stück versiegelt, ist noch ein Hinterhof verbaut, ist noch ein Baum gefallen, ist noch ein Freiraum verloren, ist noch mehr Platz für „einfache“ Leute und Künstler weginvestiert.

Es gibt also zwei Varianten des FRISS ODER STIRB!

– Bau nicht schnell genug und schau zu wie die Mieten explodieren, Superreiche die Reichen verdrängen, Reiche die Wohlhabenden verdrängen, Wohlhabende die Armen verdrängen. Modellstadt hierfür: London. Am Ende steht ein verödeter Stadtraum.

– Bau so schnell du kannst und schau zu wie die Mieten etwas langsamer explodieren, alle Freiräume zugebaut werden, die Lebensqualität der Stadt sinkt, die Luftqualität abnimmt und die Erhitzung im Sommer zunimmt und trotzdem auf mittlere Sicht Superreiche die Reichen verdrängen, Reiche….Am Ende steht ein verödeter, zugebauter Stadtraum.

Wenn das die zwei Varianten sind, was ist dann die dritte, von der keiner redet?

Nun die Variante ist, dass die Politik sich endlich nicht mehr der anscheinend unaufhaltbaren Logik der Wirtschaft am Selbstbedienungsbuffet ergibt, sondern die Wirtschaft zähmt und in den Nutzen der Menschen stellt. Klar brauchen wir eine gesunde Wirtschaft. Aber wir brauchen auch gesunde Menschen und einen Planeten.

Nun werden die Jünger des ewigen Wachstums mit ihren Perlen klimpern und sagen: Aber die Prozesse kehren sich auch wieder um, die Menschen wollen wegen Corona aufs Land.

Ja. Aber dadurch wird nichts besser. An allen schönen Orten, am Meer, an der Schlei, an den Bergen, kämpfen die Orte damit, dass reiche Städter die Einheimischen in hässliche Neubauviertel auf der grünen Wiese verdrängen. Sobald ein Haus frei wird, kaufts ein Investor aus der Stadt und entzieht den Raum der Allgemeinheit, um da 2mal im Jahr ein paar Wochen zu wohnen. Und den Rest der Zeit ist Leerstand, während die lokalen Geschäfte Pleite gehen weil außerhalb der Saison keiner mehr da seine Brötchen verdient oder Brötchen verkauft.

Ich wohnte mal am Schlump. Sehr zentral in Hamburg. Nachverdichtet im Innenhof. Längere Geschichte. Jedenfalls über uns eine schicke Bude mit Dachterrasse. Gemietet von einem Pärchen, die da zweimal im Jahr für ne Woche waren. Sie hatten eine Wohnung in Berlin, eine in München und eine in Hamburg. Bei uns waren sie nur im Urlaub und zum Sex. Was kaum zu überhören war. Und die Wohnung? War wirklich schön. Und schön leer. Bis sie sich wohl getrennt haben und jemand anders einzog. Es gibt kein Ende für Gier und Habenwollen. Wer zwei Ferienwohnungen hat kann immer noch drei haben wollen. Oder vier.

Daher: Auf Dauer werden wir um viel mehr Deckel oder einen grundsätzlichen Umbau des Wirtschaftssystems nicht herum kommen. Es gibt keine Alternative dazu. Wenn die Wirtschaft nicht für die Menschen arbeitet, für wen arbeitet sie dann? Wer sich dem unvermeidlichen Wachstum opfert, opfert sich. Und die Anderen gleich mit.

Und kommt mir nicht mit: „Veränderung gehört zum Leben! Da muss man mit!“

Ja. eben! Und deshalb sollten wir mal was ändern, damit sich nicht immer alles zum beschissenen ändert. Ich muss mir täglich Gedanken machen, ob eine Künstliche Intelligenz morgen meinen Job übernimmt, da will ich mich wenigstens nicht auch noch fragen müssen, ob ich meine Bude morgen noch bezahlen kann.

Lustig finde ich auch wenn flehentlich gesagt wird: „Wir sollten jetzt keinen Klassenkampf beginnen!“ Nun, der Klassenkampf läuft doch längst. Nur wurde er von Superreichen und Reichen angefangen, die dem Rest der Bevölkerung die Mittel entziehen. Denn deine überhöhte Miete bezahlt die dritte Nobel-Ferienwohnung des Investors. Oder zumindest den goldenen Wasserhahn.

Und diese Problem kann nur aktive Politik lösen und keine Erfüllungsgehilfen des Monsters am Selbstbedienungsbuffet von CDU und FDP.

Euer Captain Futura.

P.S. Falls ihr Bock auf spannende Grafiken und ein bisschen gute Unterhaltung habt und mich unterstützen mögt:
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Und hier die Quellen zu meinem Beitrag:

https://www.tagesspiegel.de/berlin/berliner-verfassungsgerichtshof-cdu-und-fdp-klagen-gegen-mietendeckel/25857444.html

https://de.statista.com/statistik/daten/studie/167163/umfrage/mietentwicklung-in-den-deutschen-grossstaedten/

https://de.statista.com/statistik/daten/studie/2861/umfrage/entwicklung-der-gesamtbevoelkerung-deutschlands/

https://www.finanz-tools.de/inflationsrechner-preissteigerung

Klicke, um auf ibb_wohnungsmarktbericht_2020.pdf zuzugreifen

https://www.berlinhyp.de/de/media/newsroom/berlin-hyp-trendbarometer-wohnfl%C3%A4chenbedarf-pro-person-steigt-mobiles-arbeiten-befeuert-zuzug-ins-umland-anspr%C3%BCche-an-infrastruktur-steigen

Merkel: The Power of Teflon.

Ich weiß ich mache mich jetzt hart unbeliebt. Aber es muss raus. Ich finds ja schön, wie jetzt alle Merkel für ihre Fehlerkultur feiern. Und Andi B. Scheuert. Und überhaupt. Und da sieht man mal wieder: Frauen sind besser in der Politik, die können wenigstens Fehler eingestehen.
Und tatsächlich, das mit dem Fehlereingeständnis, ich finde das positiv. Ich mag auch vieles an Merkels Art und ich finde das in letzter Zeit viele Frauen als Präsidenten eine gute Figur gemacht haben, während so einige Männer in ihrer breitbeinigen Art eine sehr traurige abgegeben haben.
ABER, ich finds auch faszinierend, wie an Merkel seit Anbeginn aller Regierungstage jegliche negativen Folgen des Regierungshandelns oder gerade des RegierungsNICHThandelns abperlen, als wäre sie mit Teflon beschichtet. Bei aller Liebe: Merkel ist Kanzlerin. Vielleicht darf man daran erinnern. Sie ist keine Präsidentin oder Grüßangela. Es wäre IHR Job durchzugreifen, sie hätte sich LÄNGST mit aller Energie dafür einsetzen können, dass Andi B. Scheuert gefeuert wird! Sie hätte es sogar müssen!
Merkel hat Spahn mehrfach sehr geschickt ins Masken und Schnelltestdesaster laufen lassen. Und immer wenns um die gebrochenen Versprechen ging, war sie zufällig nicht im Raum. Merkel wollte damals mit Kirchhoffs Bierdeckelsteuerreform den Neoliberalismus auf die Spitze treiben. Merkel hat damals den recht kompetenten Atomkompromiss zum Ausstieg aus der Kernkraft von den Grünen ohne Not und wider besseres Wissen rückgängig gemacht! Dann kam Fukushima und sie hat einen neuen, deutlich ungeschickteren Atomkompromiss zusammengeschustert, der kaum gerichtsfest war. Merkel hat Asse und Gorleben viel zu lange weiterlaufen lassen.
Merkel hat sich als Klimakanzlerin inszeniert, aber nichts fürs Klima getan und später die Erneuerbaren Energien abgefrühstückt und von ihren Ministern die Photovoltaik brutal abwürgen zu lassen. Merkel hat sich als Europäerin inszeniert, aber niemals eine Vision für Europa entwickelt und keine Anstalten gemacht Orban und co. zu stoppen oder wenigstens den Geldhahn zuzudrehen. Merkel hat die Digitalisierung verpennt und keinen Druck gemacht, um die Stromnetze für die Zukunft fit zu machen. Mutti Merkel hat alles Konkurrenten auf legendär geschickte Art kaltgestellt, da wirkte sie plötzlich gar nicht mal so muttimäßig.
Merkel regiert Deutschland seit 16 Jahren und Deutschland ist in der Zeit konsequent abgerutscht. In Klimaschutz, in Natur- und Umweltschutz, in sozialer Gerechtigkeit, im Bildungsbereich, Digitalisierung, Zukunftstechnologien, die Verkehrswende kommt nicht in die Pötte, die Bahn ist in desaströsem Zustand.
Manchmal hab ich das Gefühl als wäre halb Deutschland geblitzdingst und hätte komplett vergessen was Merkel in den 16 Jahren (nicht) getan hat. Ach die war Kanzlerin?
Denn sie war immer gemütlich dabei, wirkte irgendwie authentisch und vertrauenswürdig und klar kann man behaupten: „Aber die CDU! Mit jeder oder jedem anderen in der CDU wäre es noch schlimmer geworden!“ Ja aber deswegen muss ich Merkel jetzt gut finden? Und dann hätte es vielleicht eine Gegenreaktion gegeben und dann mal rechtzeitig eine Regierung ohne die CDU.
Also sorry, es tut mir leid, aber wenn jemand 16 Jahre Kanzlerin ist, dann erwarte ich mehr. Dann reicht mir eine moralisch halbwegs integre Persönlichkeit nicht. Dann erwarte ich ganz stumpf sowas wie gute Ergebnisse. Ansonsten steht auf dem Zeugnis: „Sie hat sich stets ehrlich bemüht.“
Das finde ich dann menschlich sympathisch aber diese Merkel-gibt-Fehler-zu-Feierstunde kann ich trotzdem bei bestem Willen nicht verstehen. Sorry.

Die Trickle-Down Legende

Es gibt ja diese Legenden, die sich wider besseres Wissen ewig halten. der angebliche „Trickle-down-effekt“ ist so eine. Er besagt ganz kurz, dass wachsender Wohlstand der Reichen über Konsum und Investitionen zu den unteren Gesellschaftsschichten durchsickert.

Selbst ein Paul Krugman, der freien Markt (mit schützenden Staatseingriff) grundsätzlich positiv findet, sagte schon 2008: „Wir warten auf diesen Trickle-down-Effekt nun seit 30 Jahren – vergeblich.“

Trotzdem ist die Idee nicht tot zu kriegen, dabei beweist nicht zuletzt die Coronakrise in der ganze Länder und Gesellschaftsschichten verarmen, während Jeff Bezos, Elon Musk und co. Rekordeinkünfte erzielen, dass es sich um eine Legende ohne Wahrheitsgehalt handelt.

Dabei kann die Trickle-Down-These bereits theoretisch sehr einfach widerlegt werden.

Geld bedeutet Einfluss. Und Einfluss führt zu Geld. Nicht immer so schmutzig und plump wie beim Maskenskandal der Union, wo es fast mustergültig zu beobachten ist – aber während bei der Wahl jeder eine Stimme hat, ist in der Wirtschaft jeder Euro eine Stimme. Denn jeder Euro wird potentiell zu Lobbyismus, der die Rahmenbedingungen nach dem Wunsch des Besitzenden gestaltet. Und daher haben dann einige wenige Milliarden von Stimmen, während Milliarden keine Stimme haben.

Damit der Besitzende seine Besitztümer anhäufen kann, ist er auf die Arbeit der Anderen angewiesen. Hier scheint nun der Ansatzpunkt für den Trickle-Down-Effekt zu sein, weil eine gegenseitige Abhängigkeit entsteht.

Aber weil Geld gleich Einfluss ist, ist es ein Spiel mit gezinkten Karten und ungleicher Machtverteilung. Gefallen dem Milliardär die Spielregeln nicht, verändert er sie mit Lobbyismus oder umgeht sie mit einer Heerschar von Rechtsanwälten.

Dazu kommen drei wichtige Schritte, die die Abhängigkeit immer weiter entkoppelt haben:

– Industrialisierung
– Globalisierung
– Digitalisierung

Vor der Industrialisierung hatte z.B. ein Schuster Fertigkeiten, die ihm exklusiv gehörten und die seine Verhandlungsmasse waren.

Nach der Industrialisierung war er Teil eines standardisierten Prozesses und jederzeit austauschbar.

……

Vor der Globalisierung konnten sich Arbeiter und Angestellte mit gleicher Kultur und Sprache organisieren und den Arbeitskampf als Verhandlungsmasse nutzen.

Nach der Globallsierung standen sie plötzlich in Konkurrenz zu Arbeitskräften auf der ganzen Welt und waren jederzeit austauschbar, wenn sie zuviel Ärger machten, oder mehr Geld wollten.

……

Vor der Digitalisierung hatten Arbeiter und Angestellte Wissen, das ihnen exklusiv gehörten.

Nach der Digitalisierung sind sie wie z.B. als Lieferando-Fahrer nur noch bloße Drohnen, die appgesteuert einzelne Aufgaben erfüllen und im nächsten Schritt durch Roboter und KI ersetzt werden können.

Und Roboter und KI sind letztlich der letzte Schritt zur endgültigen Monopolisierung von Macht. Spätestens dann funktionieren die unteren Schichten nur mehr als Konsumenten in vollständiger Abhängigkeit von einigen Firmenlenkern.

…..

Jetzt muss man noch ergänzen, dass Gier per Definition kein Ende kennt. Etwas, das Jeff Bezos und diverse Autokraten wie Putin oder Erdogan in ihren goldenen Palästen mit hunderten Zimmern und Swimming-Pools eindeutig beweisen. Superreich kann immer noch super reicher sein.

Die Folge davon ist, Werte werden dem Nutzen für die Allgemeinheit entzogen und bilden tote, ungenutzte Materie, die niemandem Freude bringt aber durch die Zerstörung bei der Erzeugung vielen Millionen Menschen Leid.

So sind in New York in den Wolkenkratzern inzwischen ganze Stockwerke von superreichen Saudis gekauft, die hier einmal im Jahr mit dem Helikopter für ein paar Tage einfliegen. In der restlichen Zeit liegen die Flächen brach und bleiben ungenutzt während der Verdrängungseffekt letztlich bis zu den Obdachlosen in den Straßen reicht.

…..

Wenn aber der Trickle-Down-Effekt eine Lüge ist, dann bedeutet das, dass wir Gesellschaften in Zukunft komplett neu denken müssen. Denn wir können Digitalisierung und KI nicht aufhalten aber wir können die Gesellschaft darauf vorbereiten. Vielleicht über ein anderes Steuersystem. Digitalsteuer. Über Grundeinkommen. Über Ideen, die hoffentlich noch kommen werden.

Sicher ist aber: Unser derzeitiges System ist bei den sich ändernden Rahmenbedingungen nicht geeignet um Wohlstand für alle zu gewährleisten. Sogar ganz im Gegenteil. Es führt zu monströsem Reichtum Einzelner und Milliarden in Armut und Abhängigkeit.

Und Trickle-Down ist eine bloße Legende.

Euer Captain Futura.

….
P.S. Falls ihr wie ich davon überzeugt seid, dass Menschen besser sein können und dass Solidarität kein leeres Wort ist könnt ihr meine unbezahlte Arbeit unterstützen. Aber nur wenn ihr Geld über habt!

Ich hab ein unterhaltsames Buch gemacht:
https://www.m-vg.de/yes/shop/article/20212-grafiken-fuer-eine-bessere-welt/

und ich hab einen Patreon mit exklusiven Inhalten, Treffen und Konzerten.
https://www.patreon.com/user?u=32965554

Danke!

Don’t let the Games Stop!

Es ist ja schon faszinierend. 2008 haben wir eine riesige Finanzkrise, die große Teile der Realwirtschaft mit in die Tiefe reißt. Und schon ein paar Jahre später zocken Hedgefonds und co. schon wieder völlig ungeniert, weitestgehend unreguliert und häufig und gerne auf Kosten der Kleinaktionäre und Pensionen.
Banken schöpfen Geld aus dem Nichts, das Finanzsystem ist durch die Gelddruckmaschine völlig aufgebläht und mitten in der Coronakrise steigen die Aktienkurse immer weiter und weiter weil das ganze Geld halt irgendwo hin muss.

Das hat alles mit Realwirtschaft soviel zu tun wie ein Future-Stock-Short* mit dem Brötchen vom Bäcker um die Ecke aber alle sind damit okay bis….ein Haufen Kleinaktionäre im Internet beschließt die Hedgefonds mit ihren eigenen Waffen zu schlagen.

Sie treiben die Kurse bei Gamestop (und anderen Aktien) künstlich hoch und sorgen so dafür, dass Zocker-Hedgefonds die auf sinkende Kurse gesetzt haben, teuer nachkaufen müssen, um ihre Positionen zu räumen. Diese verlieren daraufhin Milliarden an die Kleinanleger, rutschen fast in die Pleite, müssen von anderen Hedgefonds gerettet werden und….heulen und rennen zu Mami und schreien nach REGULIERUNG. Also natürlich nur für die Kleinanleger. Nicht etwa für Hedgefonds. Denn sie wollen doch bitte weiter völlig ungestört Kleinanleger ausnehmen können und mittelständische Firmen für eine Line Koks einmal um den Laptop rum ruinieren.

Und das wichtigste, plötzlich steht in der Presse, dass diese Kurse ja nicht von der REALwirtschaft gedeckt wären. Und das ist dann wirklich REALsatire. Denn das hätte einem halt schon vor circa 40 Jahren auffallen können, aber spätestens 2008. Nur mal ein Beispiel: Tesla ist heute an der Börse mehr wert als alle relevanten Autokonzerne der Welt ZUSAMMEN. Als würden VW, BMW, Mercedes, Hyundai, Renault und co. die nicht inzwischen auch Elektroautos bauen. In den meisten Börsenkursen ist inzwischen soviel Phantasie, da ist die Realität im besten Falle noch homöopathisch.

Schön, dass das jetzt mal auffällt.

Ich hoffe der Gamestop-Schwarm nimmt noch einige Hedgefonds erfolgreich aus. Einfach so als Anschauungsobjekt. Und für dieses wundervoll befriedigende Gefühl sanfter Gehässigkeit. Und damit sich vielleicht mal was ändert.

Ich sag mal so: Wenn du als Hedgefondsmanager gegen einen Haufen Kleinaktionäre Milliarden verlierst, frag doch mal bei der Bäckerei um die Ecke ob sie noch nen Job für dich haben!

Dann verdienst du deine Brötchen endlich mal ehrlich und vielleicht reichts einmal im Jahr sogar für ein bisschen mit Mehl gestrecktes Koks.

Don’t let the Games stop.
Euer Captain Futura.

P.S. Der Slogan von Gamestop ist „Power to the Players“. Schöner wirds nicht.

* Ich bin nicht mal sicher ob es Future-Stock-Shorts gibt, ob man das so nennt, oder was das ist. Wüsstet ihr es? Und ist genau das nicht ein Teil des Problems?

Tür 18: Futurakalender – Fast Fashion, wer macht den Gewinn?

Die Adidas-Aktie ist nahe am Allzeithoch, denn der Verkauf läuft trotz Corona gut – oder wegen, weil wir alle im Homeoffice rumgammeln und da trägt man nun mal eher leger…

…wer davon aber kaum profitiert sind die Arbeiterinnen. Die haben in der Coronakrise teilweise kaum genug zu essen. Denn immer noch is gerade die globalisierte Modeindustrie und Fast-Fashion einer der schlimmsten Ausbeuter weltweit von Mensch- und Natur.

Adidas ist dabei hier nur stellvertretend für die Branche. Tatsächlich ist Adidas selber sogar im Rahmen seiner Branche halbwegs okay. Es gibt zarte Ansätze der Zustimmung zu einem überfälligen Lieferkettengesetz und man achtet zunehmend auf gewissen Mindeststandards. Dies liegt natürlich vor allem daran, das Adidas viel zu verlieren hat und es sich erlauben kann.

Denn Adidas hat 2019 einen Milliardengewinn eingefahren. Trotzdem hat es 2020 zu Beginn der Coronakrise spontan keine Miete mehr für seine Stores gezahlt und erst ein gigantischer Shitstorm hat es zum Umdenken gezwungen.

Unternehmen sehen eben nur, was sie sehen wollen oder wozu sie gezwungen werden zu sehen. Und bisher funktionieren die Lieferketten wie stille Post: Egal was am Anfang war, der am Ende weiß von nix. Und während mancher Hersteller seine Hände in Blut badet – wäscht der Rest seine Hände in Unschuld.

Daher ist ein Lieferkettengesetz mehr als überfällig. Und es steht zu hoffen, dass Altmaier und die Lobby sich nicht durchsetzen (Warum eigentlich muss ich hier beinahe wöchentlich über ein weiteres Altmaier-Lobbydesaster schreiben?) Wer dabei mithelfen möchte das nicht der nächste zahnlose Papiertiger entsteht hat hier einen Link:

https://lieferkettengesetz.de/aktuelles/

Und ansonsten wählt dieses Altmaier, der gerade die Zukunft Deutschlands ruiniert und das Sprichwort „des Wahnsinns fette Beute“ ganz neu definiert – endlich ab wenn nächstes Jahr Wahl ist.

Viel nachhaltige und bezahlbare Fashion findet ihr hier unter „Klamotten“ – meine Empfehlung für Basics „Grundstoff“: https://www.captain-futura.de/2020/03/17/liste-von-200x-onlineshops-die-nicht-amazon-sind/

Danke und schönes Wochenende und wenn ihr euch gerade mal schlecht fühlt schaut einfach eure Adidas-Sneaker an und denkt einfach daran wie es jetzt wäre Näherin in Bangladesh zu sein. Wir leben hier in Deutschland größtenteils auf der Sonnenseite des Lebens.

Euer Captain Futura

https://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/textilbranche-in-der-corona-pandemie-naeherinnen-hungern-17102357.html

https://fashionunited.de/nachrichten/business/indonesien-beschwerdeverfahren-gegen-adidas-eingestellt-arbeiter-leidtragende/2020050435496

https://www.zeit.de/wirtschaft/2020-01/adidas-kambodscha-produktion-textilindustrie-menschenrechte-eu-kommission/seite-2

Tür 14: Futurakalender – Empörungsjahreszyklus 2020

Worüber haben wir uns 2020 empört?

Tür 13: Futurakalender – Kleinstadtzentrum

Ab Mittwoch soll nun auch der der Einzelhandel in den Lockdown. Damit ihr für das Danach vorbereitet seid, hier eine typische Einkaufsstraße aus einer Kleinstadt. So werden die Einkaufsstraßen vermutlich bald alle aussehen. Nun bin ich grundsätzlich der Ansicht, dass weniger unnötiger Konsum uns allen gut tun würde (und dem Planeten eh) leider wird sich der Konsum aber vermutlich einfach nur verlagern. Meistens zu Amazon.

Damit das nicht ganz so schlimm wird, hab ich schon im ersten Lockdown eine kleine Liste mit 200 Online-Shops gemacht, die nicht Amazon sind. Alle nur einen Klick entfernt und viele nachhaltig. Korrigiert und ergänzt vom großartigen Markus durch eine regionale Göttingen-Liste:
https://www.captain-futura.de/2020/03/17/liste-von-200x-onlineshops-die-nicht-amazon-sind/

Fühlt euch inspiriert für eigene Listen, schickt mir gerne weitere Shops!

Euer Captain Futura

P.S. Wenn ihr noch ein Weihnachtsgeschenk braucht: Alle Grafiken auch im Buch: „Grafiken für eine bessere Welt“ – https://www.m-vg.de/yes/shop/article/20212-grafiken-fuer-eine-bessere-welt/

Tür 12: Futurakalender – Der Markt regelt das!

Futurakalender Tag 2xNikolaus: Eine der beliebtesten Mythen der modernen Welt, man möchte fast sagen Gottheiten, ist „der Markt“ der wie von Geisterhand alles regelt. Und es stimmt. Rauchen in der Schwangerschaft z.B. ist heute weitgehend verpönt, ohne dass der Staat es verbieten musste.

Leider ist da die Auflistung schon so gut wie zu Ende. Denn wenn man ansonsten mal genauer hinschaut, könnte einem auffallen, dass vieles was unser Leben heute länger, gesünder und weniger gefährlich macht, dieser angeblich so schreckliche Verbotsstaat war. Ginge es nach dem Markt würden wir heute noch Bremsbeläge aus Asbest benutzen, Heroin als Hustensaft verkaufen (kein Scherz, hat vermutlich auch geholfen, zumindest war einem Husten damit egal), unangeschnallt besoffen Kinder zur Schule fahren und großflächig „total praktisches“ DDT verprühen.

Daher ist Vorsicht angebracht, wenn mal wieder eine Initiative der Wirtschaft überzeugt ist, dass „der Markt“ schon alles alleine regelt und man ohne den verbotenen Stoff UNMÖGLICH auskommen könnte, dass dann womöglich die Landwirtschaft zusammenbräche, wir keine Autos mehr hätten und alle nix zu essen…

Denn am Ende unterschätzen die Marktbefürworter hier den Markt (was ein interessanter Widersinn in sich ist) Denn der Markt findet natürlich Wege, den verbotenen Stoff zu ersetzen. Innovation kann der Markt. Nur an den Menschen und seine Unversehrtheit denken kann er nicht. Dem Markt ist Mensch egal. Dafür brauche es Demokratie, einen entschiedenen Staat und NGOs die Druck machen. Und dann sind am Ende staatliche Verbote und ein innovativer Markt gemeinsam Treiber für ein besseres und gesünderes Leben.

Man kann daher zusammenfassen: Wer Angst vor sinnvollen Verboten hat, ist vielleicht einfach nur denkfaul, geldgierig und ideenlos. Und Klimawandel, Artensterben, Verkehrswende? Der Weg führt über einen entschiedenen Staat und innovationsfördernde Verbote.

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