Tag: Klimaschutz (page 1 of 2)

Tür 16: Futurakalender – Wie lang wäre ein Stau aus allen Autos des Landes?

Mir fällt immer wieder auf, dass viele Menschen sich schlicht nicht vorstellen können, dass wir so etwas wie den Klimawandel wirklich verursachen können. Denn irgendwie ist da diese Wahrnehmung: Wir sind so klein, die Erde so groß. Das stimmt, aber wir sind eben auch 7,7 Milliarden Menschen und in der Gesamtheit durchaus fähig, diesen Planeten großräumig zu verändern. Als Beleg einmal diese Grafik. Ich habe pro Auto im Stau fünf Meter Länge angenommen, die Autos stünden also fast Stoßstange an Stoßstange. Leider ist Wikipedia bei den Daten teilweise stark veraltet, daher habe ich diese mit vergleichsweise aktuellen Zahlen privater Statistikanbieter ergänzt.

Interessant ist, dass China inzwischen selbst die USA überrundet hat und den derzeit mit Abstand größten Automarkt darstellt. Die Gesamtzahl ist im Grunde schon veraltet, wenn dieses Buch erscheint. Allein 2018 wurden unfassbare 24 Millionen Pkw in China verkauft und ein Stau aus allen Autos Chinas würde dreimal zum Mond reichen. In Deutschland wurden in den letzten Jahren „nur“ noch um die 3,5 Millionen Autos zugelassen. Deutschland hat aber immer noch eine rund viermal so hohe Dichte an Autos pro Einwohner wie China. Hätte die ganze Weltbevölkerung so viele Autos wie Deutschland, könnten wir alle noch einmal Gas geben und dann vermutlich das Todesurteil für das Klima unterschreiben. In der EU ist der Verkehr für fast 30 Prozent der gesamten CO2-Emissionen verantwortlich, von denen 72 Prozent auf den Straßenverkehr entfallen. Vielleicht wäre es klüger, statt einen Stau bis zum Mond zu bilden mal ernsthaft Alternativen auszuprobieren.

https://www.europarl.europa.eu/news/de/headlines/society/20190313STO31218/co2-emissionen-vonautos-zahlen-und-fakten-infografik

https://de.statista.com/statistik/daten/studie/12131/umfrage/pkw-bestand-in-deutschland

https://de.statista.com/statistik/daten/studie/321522/umfrage/indien-fahrzeugbestand/

https://de.statista.com/statistik/daten/studie/219928/umfrage/anzahl-der-pkw-in-china/

Weitere Quellen und Grafik im Buch „Grafiken für eine bessere Welt“ – https://www.m-vg.de/yes/shop/article/20212-grafiken-fuer-eine-bessere-welt/

Tür 15: Futurakalender – Beim Klimawandelarzt

Ein Lieblingsargument der Klimaschwurbler ist ja immer, dass „CO2 Pflanzendünger“ ist und deshalb mehr CO2 in der Atmosphäre eigentlich irgendwie voll gut ist und vielleicht ist „wärmer ja besser“?

Tatsächlich IST CO2 Pflanzendünger – so leitet man in Gewächshäuser häufig CO2 für ein schnelleres Wachstum – aber der Effekt wiegt den Klimawandel bei weitem NICHT auf und schwächt sich zunehmend ab. Denn auch Pflanzen leben nicht von Luft und Liebe alleine. Sie brauchen natürlich auch Wasser und Nährstoffe und besonders das Wasser wird durch die höhere Verdunstung und den unzuverlässigeren Regen im Zuge der Erderwärmung immer knapper. Damit ist ein weiteres Argument der Schwurbler hinfällig.
https://www.spektrum.de/news/duengung-mit-co2-funktioniert-immer-schlechter/1807079?utm_source=pocket-newtab-global-de-DE

Damit bleibt als mutmaßlich letztes „Argument“ die ziemlich wilde Annahme, das „wärmer vielleicht besser“ wäre. Ich stell mir bei sowas immer vor wie man mit Fieber zum Arzt geht. Denn natürlich ist dieses Argument Blödsinn, wenn nicht Wahnsinn in Vollendung. Wenn sich ein System, ob nun Körper oder eben Erdkörper über zehntausende bis Millionen von Jahren auf einen bestimmten Temperaturbereich eingespielt hat, dann kann wärmer NIEMALS besser sein. Vor allem nicht, wenn diese Temperaturänderung in einem Bruchteil der natürlichen Zeiträume passiert.

Denn ja, es gab immer Warm- und Kaltzeiten, aber wir leben bereits in einer Warmzeit (bzw. Interglazial für alle, die es genau nehmen) und die Veränderungen passierten über Tausende von Jahren und nicht in Jahrzehnten. In den letzten 40 Jahren ist der atmosphärische CO2-Gehalt um rund 20 Prozent gestiegen und wenn wir nicht zügig gegensteuern, wird es katastrophale Folgen geben.

Wärmer klingt so schön nach Strandurlaub oder Karibik – es ist aber viel eher finnische Sauna auf der höchsten Stufe und wir haben die Tür abgeschlossen und den Schlüssel verloren.
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Mehr gute Infos zum Klimathema aus erster Hand:
https://www.facebook.com/klimatopist

Mehr Grafiken wie diese, mit ordentlich Humor, klugen Hintergründen und Quellen und perfekt als Last-Minute-Geschenk für untern Weihnachtsbaum:

https://www.m-vg.de/yes/shop/article/20212-grafiken-fuer-eine-bessere-welt/

Tür 14: Futurakalender – Empörungsjahreszyklus 2020

Worüber haben wir uns 2020 empört?

Tür 7: Futurakalender – wie nachhaltig Deutschland ist

Futura-Adventskalender Tag 7: 2017 summierten sich die Ausgaben für Umweltschutz von Bund, Unternehmen und privaten Haushalten auf 70,4 Milliarden. Das wirkt so lange eindrucksvoll, bis man es in Relation zu dem größtenteils umweltschädigend erreichten Bruttosozialprodukt von 3657 Milliarden im selben Jahr setzt.

Die traurige Realität ist, dass letztlich nur 2 Prozent der Wirtschaftsleistung dafür eingesetzt werden, die Schäden aus der nicht nachhaltigen Wirtschaftskraft Deutschlands oberflächlich zu beheben. Die Sozialausgaben dagegen summieren sich immerhin fast auf eine Billion. Die Nachhaltigkeit steht in Deutschland also auch 2020 nur auf zwei Säulen, die tragfähig genug sind, während die Ökologie als dritte Säule vernachlässig wird. Im derzeitigen Regierungshandeln ist zudem keine Änderung absehbar.

Ohne einen gesunden Planeten wird unsere Zivilisation auf Dauer nicht überleben können, das zeigt sich deutlich beim Klimawandel. Und mit dem Planeten geraten auch Wirtschaft und Soziales in Schieflage, bis das ganze Gebäude in sich zusammenfällt. Die Konsequenzen des Klimawandels zeigen sich längst in Waldsterben und Dürren, Hitzewellen und Starkregenereignisse verursachen Milliardenschäden.

Die Folgekosten unseres derzeitigen Wirtschaftens für heutige und folgende Generationen sind absehbar gigantisch und es gilt längst: It’s the economy that’s stupid!

So sehr wir auch an Details Symptombehandlung betreiben, Abwässer und Abgase reinigen und versuchen, uns mit Ablasshandel ein gutes Gewissen zu verschaffen: Ein System, das auf Raubbau an der Natur und ewigem Wachstum basiert, ist auf Dauer nicht tragfähig. Die Zeit für Symptombehandlung ist längst vorbei, wir brauchen ein neues sozial-ökologisches Haus und zwar besser heute als morgen.
https://www.destatis.de/DE/Themen/Gesellschaft-Umwelt/Umwelt/Umweltschutzmassnahmen/_inhalt.html

komplette Quellen und Grafik im Buch „Grafiken für eine bessere Welt“ – https://www.m-vg.de/yes/shop/article/20212-grafiken-fuer-eine-bessere-welt/

Tür 6: Futurakalender – 2100 – ein Großteil der Städte ist im Meer versunken

Futura-Adventskalender Tag 6: Zum Nikolaus ein kleiner Nachtreter – ich hab hier Anfang Oktober gemeint: „Warum nicht einen geplanten kurzen Lockdown vor Weihnachten ankündigen?“ Denn vor Augen hatte ich als Horroszenario genau das was gerade passiert.

Einen soften Möchtegern-Kosumerhaltungslockdown, der infektionstechnisch wenig bringt aber die komplette Unterhaltungsbranche, Musik, Kultur, Restaurants, Dienstleistung maximalmöglichst schädigt und Amazon und co. maximalmöglichst freut. Und eine Bundesregierung, die zur Unzeit, wenn sie es noch nicht mal schafft, die fucking NOVEMBERhilfen vor JANUAR auszuzahlen, schon rödelt, dass es aber bald mal „vorbei sein müsste“ mit dem zahlenden Staat – obwohl der ja noch gar nicht wirklich gezahlt hat. Als würden die zunehmend verzweifelten, von der Arbeit verhinderten Selbstständigen und Kleinbetriebe, der verzogene langzeitstudierende Sohn sein, der Vaddern seit Annudazumal auf der Tasche hängt, weil er statt Studieren lieber Paaarty macht. Die NOVEMBERhilfen bestehen übrigens größtenteils aus Geldern, die bei den Frühlingshilfen übergeblieben sind, weil die Beantragung da so „geschickt“ gemacht war, dass sie von den Selbstständigen komischerweise kaum abgerufen wurden.

Ach und diesmal muss man für die Hilfen belegen, dass 80 % der Einnahmen aus einer Lockdownopferbranche kommen. 80 Prozent. Als würden 50 % Einnahmensausfall für die Pleite nicht reichen. Man wird also für Klugheit und vorrausschauendes Handeln bestraft.

Man hätte einen harten, zeitlich begrenzten, vorgeplanten, vorentschädigten Lockdown machen können. Das Land für 14 Tage in Stasis, danach so gut wie alle Infektionsketten gebrochen und Wirtschaft geringstmöglich geschädigt. Statt dessen nun also das Pflaster aber gaaaanz langsam von der Wunde. Jedes Haar einzeln ausreißen. Und am 10 Januar ist dann aber diesmal wirklich Schluss! Doch, doch.

Also wenn es das Ziel der Wirtschaftspartei CDU gewesen, die Wirtschaft maximal zu schädigen und möglichst viele Querdenker zu erzeugen – dann läufts gerade super!

Und in den Satiremagazinen und in der Presse: „Corona, Corona, Corona, Corona, Corona, Corona, Corona, Corona, Corona, Corona, Corona, Corona, Corona, Corona, Corona, Corona, Corona, Corona, Corona, Corona, Corona, Corona, AfD, Corona, Corona, Corona, Corona, Corona, Corona, Corona, Corona,…

Ach da war noch was mit Klimawandel, sozialer Gerechtigkeit, Wohnungsnot, Lieferkettengesetz? Oh. Na jetzt ist die Sendezeit um. Schade.

Der Meeresspiegel steigt und wir diskutieren immer noch über Gesichtsmasken.

Ach und schönen Nikolaus.
Euer Captain Futura

Tür 4: Futurakalender – Was ist guter Kaffee?

Ich finds ja schon seit langem faszinierend wie Menschen für einen lappigen To-go-Kaffee aus dem Papp-Plastikdeckel Becher ohne mit der Wimper zu zucken 3 € hinblättern, oder Unsummen für fiese Alukapseln ausgeben (Merke: Alu ist bei der Erzeugung eines der ökologisch übelsten Metalle) aber keine 6 cent pro Tasse über haben, um an die Erzeugerinnen des Kaffees und unsere gemeinsame Zukunft zu denken.

Kaffeenerds auf der halben Welt füllen ganze Bibliotheken mit der richtigen Zubereitungsweise für „guten“ Kaffee – aber ökologisch und menschlich gut sind immer noch nur 4,3 % des in Deutschland getrunkenen Kaffees. Der Anteil steigt immerhin seit Jahren, aber bleibt weiter lächerlich niedrig angesichts der Unsummen die Weihnachten für Weihnachten für die nächste Padmaschine oder den nächsten Vollautomaten ausgegeben werden.

Auf Langstrecke übrigens am günstigsten und natürlich auch am besten: Ein guter Bio- und Fair-Cappuccino aus der Siebträgermaschine. Es gibt sehr gute gebrauchte z.B. von Gaggia, die noch ordentlich gebaut sind und ewig halten (bloß nicht die neuen kaufen, die sind aus Plaste!) für 200-300 € zu haben sind und jahrzehntelang jeden Morgen verschönern.

Mein Tipp übrigens für alle, die wie ich als Eichhörnchen geboren wurden und kein Koffein mehr brauchen: Utamtsi Bio Espresso entkoffeiniert. Ich hab vieles probiert und das ist der DEFINTIV beste koffeinfreie Espresso der Welt. Hab ich schon meinen Eltern untergeschummelt. Kaffeeliebhaber der ersten Stunde. Und die haben nichts gemerkt…

Euer Captain Cappuccino

Mehr im Buch „Grafiken für eine bessere Welt“ – https://www.m-vg.de/yes/shop/article/20212-grafiken-fuer-eine-bessere-welt/

Tür 3: Futurakalender – Fridays for Future vs. Fridays for Hubraum

Ich hab mich immer gefragt vielleicht hat Dieter Nuhr ja recht wenn er den „Fridays-For-Future“ Kids ihren Handykonsum vorwirft und damit die SUVs seiner Fridays-For-Hubraum-Generation verteidigt. Also hab ich einfach mal die Zahlen sprechen lassen. Und was soll ich sagen: Es stimmt!

Tatsächlich ist Streaming dann am schlimmsten, wenn man unterwegs auf dem Handy Video schaut. Allerdings muss man 15 Stunden! die neuesten Videos von Greta Thunberg schauen, um so viel CO2 zu verursachen, wie 1 km mit einem Oberklasse SUV. Ich weiß ja nicht wie es bei euch ist, aber ohne 4 Ersatzakkus, 3 Espressi, 2 Extra-Datenraten und 1 Extra-Nacken schaff ich das eher nicht. Und niemand fährt 1 km mit seinem SUV.

Der durchschnittliche Deutsche fährt im Durchschnitt 11.733 Kilometer im Jahr. Wenn man soviel CO2 mit Streaming erzeugen wollte, müsste man im Jahr 175.995 Stunden UNTERWEGS mit dem Handy streamen (Zuhause ist um den Faktor 20-50 weniger schlim) – ein Jahr hat aber nur 8760 Stunden. Man müsste also 20 JAHRE streamen. In einem Jahr.

Daher sorry Dieter, aber nicht nur deine Einstellung ist veraltet. Deine Zahlen sind es auch. Vielleicht solltest du die Bühne einfach häufiger Jüngeren überlassen, die sich informieren bevor sie auftreten.

komplette Quellen und Grafik im Buch „Grafiken für eine bessere Welt“ – https://www.m-vg.de/yes/shop/article/20212-grafiken-fuer-eine-bessere-welt/

Grafik entstanden in Zusammenarbeit mit dem Klimatopist – seines Zeichens Klimaforscher. Da gibt’s noch mehr tolle Infos in Sachen Klimawandel.

Wichtigste Quellen hier:
https://www.umweltbundesamt.de/presse/pressemitteilungen/video-streaming-art-der-datenuebertragung

https://www.iea.org/commentaries/the-carbon-footprint-of-streaming-video-fact-checking-the-headlines

Willkommen bei der postfaktischen Empörung

Bis vor einigen Jahren hatte Empörung noch etwas unangenehm exklusives. Damit man in seiner Empörung ernstgenommen wurde, musste die Empörung zumindest ansatzweise auf tatsächlichen Fakten oder Kausalketten fußen. Es ist daher als großer Fortschritt in der Verfügbarmachung der Empörungskultur für Jedermann, Jederfrau und Jederdivers zu betrachten, dass diese unnötigen Fesseln der Realität in der postfaktischen Empörung komplett gelöst werden konnten.

So kann man sich heute, von Millionen beklatscht, völlig ernsthaft darüber empören, dass einem „DIE GRÜNEN“ das Auto, bzw. natürlich insbesondere den SAUBEREN DIESEL, wegnehmen wollen. Nun sind die Grünen der Neuzeit eine, angesichts der bereits im Vorgarten wütenden Klimakrise, und komplett verstopften Städten in der aufziehenden Post-Corona Stauapokalypse, merkwürdig lauschige „sollten-wir-echt-mal-drüber-reden“-Partei. Aber das hindert die postfaktische Empörung natürlich nicht daran sie als radikale Ökonazis an die Wand zu malen und als „Verhinderungspartei“ zu brandmarken. Und so den kompletten Diskurs wie beim Preismarketing in eine postfaktische Richtung zu verschieben. Denn wenn die Grünen schon radikal sind, wäre ja alles was wirklich ernsthaft konsequent ökologische Politik betreiben wollte, postfaktisch kompletter Wahnsinn. Obwohl es faktisch angesichts der drängenden Probleme vor allem folgerichtig wäre. Während also CDU / CSU / AfD und co. Erneuerbare Energien, Verkehrswende, Digitalsteuer, Transparenzinitiativen, Datenschutz und Digitalisierung*, Genossenschaften, Anwohnerinitiativen, Radfahren und noch vieles mehr ganz faktisch und nachweisbar verhindern, wollen postfaktisch die Grünen, die Linken, die „Progressiven“ angeblich alles verhindern und DIR DEIN AUTO WEGNEHMEN.

Und dann grölt schon der Mob: „DIE GROßSTÄDER WIEDER!“ – „WIR AUF DEM LAND BRAUCHEN AUTOS“ – „WIE SOLL JETZT DER HANDWERKER MEIER IN DIE STADT?“ – „POLIZEI OHNE AUTOS, WIE SOLL DAS GEHEN?“ – „UND DIE BEHINDERTE TANTE ERNA? DARF JETZT ZU FUß GEHEN ODER WAS?

Das witzige daran: Keine, der Aussagen aus dieser selbstgerechten Empörung fußt auf irgendeiner faktischen Realität. Autos sollen angesichts des begrenzten Raumes in den STÄDTEN zurückgedrängt werden und NICHT auf dem LAND. Wenn weniger Menschen Vergnügungstouren mit dem Auto in der oder in die Stadt machen ist tatsächlich mehr Platz für Handwerker Meier und Tante Erna. Denn auch denen will natürlich niemand die Autofahrt verbieten. Lieferverkehr ist bei fast allen Maßnahmen ausgenommen. Und Polizei und Feuerwehr kommen auch besser durch, wenn nicht gerade ein dicker SUV, mit überfordertem Vorstädter drin, die Straße blockiert.

Aber das ist alles egal in Zeiten der postfaktischen Empörung. Du kannst sicher sein, dass millionenfach in deinen Chor der Empörung eingestimmt wird. Nicht weil du recht hast, aber weil die Anderen WOLLEN, dass du recht hast, damit sie sich nicht selbst hinterfragen müssen.

Und diese Empörungsunkultur wird dann wiederum geschickt von Think-Tanks aller Art genutzt. Übrigens in allen Richtungen. So gibt es eine Gruppe, die Streaming zum neuen Fliegen erklären möchte. Streaming ist tatsächlich für einen Großteil der CO2-Emissionen des Internets verantwortlich und ein stetig steigender Posten. Aber die Zahlen wurden von dieser Gruppe weil sie was für den Klimaschutz tun wollte (oder auch einfach nur geil auf Aufmerksamkeit war) soweit aufgeblasen, dass teilweise locker das zweihundertfache der Realität angenommen wurde und Netflix angesichts der in der postfaktischen Realität anfallenden Stromkosten längst pleite sein müsste. Nun sind Netflix und co. verständlicherweise an effizienten Servern interessiert und das Umweltbundesamt kam denn auch zu komplett anderen Ergebnissen. Dabei hatten sich Dieter Nuhr und co. schon so gefreut über ihre verlogenen Fridays-For-Future Gören, die mit ihrem Handystreaming angeblich den Planeten ruinieren. Nur müsste man in realistischen Zahlen 13 Stunden lang Videos von Greta auf dem Handy in höchster HD-Qualität unterwegs über das mobile Netz streamen, um soviel CO2 zu emittieren wie der SUV vom empörten Onkel auf einem Kilometer. Und ich weiß ja nicht wie es euch so geht, aber bei meinem Smartphone macht spätestens nach 1 Stunde Streaming der Akku schlapp und nach 2-3 Stunden sind die Daten alle. Der SUV ist dann knapp über 200 Meter gefahren. Damit kommt man nicht mal zum nächsten Zigarettenautomaten, um nach der ganzen geilen Empörung wieder runterzukommen.
Aber diese anstrengenden und öden Zahlen von den Langweilern des Umweltbundesamts haben keine Chance gegen die postfaktischen Zahlen des Öko-Empörungs-Thinktanks, die sich längst in den Köpfen eingenistet haben. Denn wahr ist nicht was realistisch ist, wahr ist worüber sich schön empören lässt. Und wenn man das einmal im Hinterkopf behält, ist das Verschwörungsschwurbeln, also das Empören über Dinge, die nicht mal der linke oder der rechte Mainstream falsch versteht, gar nicht mehr so weit entfernt. Eigentlich ist es nur eine logische Fortenwicklung des „Ich mach mir die Welt so, wie sie mir nicht gefällt“ damit ich mich maximal EMPÖREN kann. Denn postfaktisches Empören ist so eine wunderbare inklusive und selbstgerechte Emotion. Jede(r) kann teilhaben und leise flüstert sie: „Komm zu mir und du bist nie wieder an irgendwas mitschuldig! Nie wieder verantwortlich sein, immer sind es die anderen, Daten, Fakten, Kausalitäten alles egal – klingt das nicht verlockend?“ Die „Mitte“ der Gesellschaft ist also allzuhäufig gar nicht so weit von den Verschwörern entfernt, was auch erklärt warum die absurden Verschwörungsmythen so erstaunlich anschlussfähig sind.

Noch ein schönes Beispiel für scheiternde postfaktische Kausalketten findet man in der Landwirtschaft. Hier hat sich über Jahrzehnte eine harte Front zwischen Umweltschützern und Bauern gebildet. Die faktisch betrachtet keinen Sinn machen dürfte. So stilisieren sich Bauern als die verfolgte Unschuld vom Land, die als Umwelt- und Landschaftsschützer doch eigentlich den Beifall der Umweltschützer bekommen müssten. Und gleichzeitig haben sich die eigenen Bauernverbände dem Mephistopheles der industriellen Landwirtschaft angedient, und „zwei Herzen schlagen ach in ihrer Brust“ aber immer wenn es drauf ankommt verraten sie all die kleinen Landwirte und sorgen zusammen mit der „Bauernpartei“ CDU dafür, dass heute bäuerliches Familienleben kaum mehr möglich ist und Landwirtschaft immer mehr Industrie wird. Der eigentlich Feind bäuerlicher Landwirtschaft waren zu keinem Zeitpunkt Grüne oder Umweltschützer, die immer und zu jeder Zeit an einer kleinräumigen, kleinbäuerlichen Landwirtschaft mit hohem Arbeitsaufwand interessiert waren. Die Feinde bäuerlichen Lebens sind die großen Industriebetriebe, Chemiekonzerne, gierige Großbauern, die Union, eine völlig verfehlt Subventionspolitik der EU und die Billigheimerei der Discounter und der Verbraucher. So räumen die Landwirte unter Applaus ihrer falschen Freunde die Landschaft mit großräumigen Monokulturen aus und sind dann empört wenn man sie dafür kritisiert. Und bauen immer mehr Hass auf genau die Großstädter auf, die sie angeblich nicht achten würden, aber die ganz faktisch tatsächlich bereit sind mehr Geld für gute Lebensmittel auszugeben und NICHT zum Discounter gehen. Und dann gründen verzweifelte Großstädter Lebensmittelkooperativen und graben am Wochenende selber im Boden, weil sie wissen wollen was sie da essen, während der letzte bäuerliche Landwirt der Umgebung Nacht für Nacht schlecht schläft, weil die Preise für seine mühsam erschufteten Lebensmittel hinten- und vorne nicht reichen. Aber all sein Wut und seine Empörung ergießt sich auf die „verlogenen“ Umweltschützer aus der Großstadt. Dabei müsste er eigentlich seinen Bauernpräsidenten zum Teufel jagen und den Discounter abfackeln, um nicht in billiger Milch zu ertrinken.

Aber auch für alle, die keinen Diesel verteidigen müssen oder in der Landwirtschaft beschäftigt sind, hat die postfaktische Empörung ein Angebot. Denn es gilt jederzeit: Hast du nix zum empören, empör dich doch über Worte!
Hat der am Anfang etwa „Jederdivers“ geschrieben? Was ist denn das schon wieder für ein abendlandzersetzender Genderwahnsinn? Und von der anderen Seite: Hat der etwa einfach so „Frau“ oder „Mann“ geschrieben? Das gibts doch so gar nicht mehr! Und wenn schon dann cis-Mann, aber dann wären wiederum die anderen nicht genannt und im Text sind gar keine weiblichen Endungen. Das lässt ja tief blicken, wobei weibliche Endungen ja schon wieder von gestern sind, besser wäre ja eigentlich ein unbestimmter Artikel, das Neutrum und dann sollte man auch über, und eigentlich und was man noch erwähnen und bei divers sind denn da, und sollte man nicht explizit….

Denn man hofft ja, dass in all diesem postfaktischen Empörungswahnsinn wenigstens die ominöse „Linken“ oder die „Progressiven“ mit realistischen Zahlen und Kausalketten agieren, muss man leider sagen: Das tun einige auch ab- und an. Aber viele sind einfach so beschäftigt im Kampf um Worte, dass für Zahlen und Kausalitäten einfach keine Zeit mehr bleibt. Dabei bräuchten wir dringend vor allem weniger Kulturkampf und mehr Kampf für Faktisches. Von beiden Seiten. Ob und konservativ oder progressiv. Sinnvolle Diskussionen sind wenig von dem exakt richtigen Wort als vielmehr von der Einigung auf richtigen Dimensionen und Kausalketten abhängig. Aber das ist halt mühsam und da muss man im Kleinklein recherchieren, statt einfach mal ne Meinung rauszuhauen und sich schön postfaktisch zu empören.

Und ach dann googelt man da so und das ist jetzt ja auch so ein bisschen langwierig und sag mal hat da etwa jemand was zu Autos geschrieben? Das ist ja wohl EMPÖÖÖÖÖREND!
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Und damit Euch nun viel Spaß beim Empören über den Blödsinn den der Captain da geschrieben hat! 😉
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Zum Streaming hier mal die realistischen Zahlen und Quellen vom Umweltbundesamt und die detaillierte Auseinandersetzung der IEA mit den „Kampfzahlen“ eines Thinktanks. Übrigens hat dabei selbst die IEA die CO2-Emissionen noch zu hoch angesetzt und so kommen die Kampfzahlen des Thinktanks fast noch gut weg.

https://www.umweltbundesamt.de/presse/pressemitteilungen/video-streaming-art-der-datenuebertragung
https://www.iea.org/commentaries/the-carbon-footprint-of-streaming-video-fact-checking-the-headlines

Das neue Waldsterben

Ich war ja in Tschechien im Urlaub. Und der Plan war eigentlich eher so: Wandern, Radfahren, lecker Essen und dann- und wann ein schönes Bierchen.

Das Ergebnis war: Tote Fichten.

Ich schwör, ich hab noch nie so viele Fotos von toten Fichten gemacht. Und Alleebäumen. Tote oder sterbende Alleebäumen. In Tschechien, aber auch in Sachsen und Sachsen-Anhalt auf dem Weg nach Tschechien.
Der tschechische Nationalpark gegenüber vom Bayerischen Wald hat die toten Fichten sogar im Nationalparklogo. Kein Scherz.

Es war gleichzeitig faszinierend und bedrückend so viel Tod zu sehen. Und auch neues Leben z.B. auf der deutschen Seite im Bayerischen Wald, wo man versucht den Wald zu einem Mischwald umzubauen.
Vor allem wenn man weiß, dass man gerade Zukunft schaut. Denn lange haben Förster und co. gehofft, dass Klimawandel, sowie sommerliche Hitze und Dürre, nur die Fichten in Mitleidenschaft zieht. Leider musste man inzwischen erkennen: Es macht insbesondere Fichten zu schaffen, aber leider auch Eichen, Birken, Buchen und sogar der Kiefer.

Für Euch noch ein wenig Hintergrund:
– Fichten sind eigentlich Hochgebirgsbäume, die perfekt mit Kälte und Eis klar kommen aber sehr schlecht mit Hitze
– Deutschland war zu Hochzeiten der heimischen Eisenerzgewinnung etc. quasi entwaldet. Danach hat man mit der schnellwachsenden Fichte großräumig aufgeforstet
– Harz, Schwarzwald, Bayerischer Wald und co. wären natürlicherweise fast komplett Buchenwälder (die besser mit Hitze klarkommen)
– Borkenkäferplagen sind etwas, das man schon aus dem späten Mittelalter kennt

Aber auch in diesem Wissen merkt man: Das Sterben heute hat eine andere, endgültigere Qualität.

Was man in Tschechien sehr schön sehen kann: Die alten Strategien helfen nicht. Die mühsam vor den Borkenkäfern geretteten Fichten sterben jetzt eben an der Hitze und der Trockenheit.

Die alte Strategie ist: Von Borkenkäfern befallene Bäume sofort komplett entfernen oder zumindest entrinden, damit sich der Borkenkäfer nicht weiter verbreitet. Oder Pestizide.

Folge: Schwere Erntemaschinen schädigen den Boden für 50 Jahre und mehr und Sonnenlicht und Hitze kommen ungeschützt auf den Boden. Die Verdunstung nimmt zu und die Dürre wird verstärkt. Oder Pestizide schädigen das Waldökosystem auf Jahre.

Tote Fichten dagegen als Alternativlösung einfach stehen zu lassen, hält zwar die Verbreitung des Borkenkäfers nicht auf – die toten Gerippe bieten neu gesetzten Laub- und Nadelbäumen aber Schutz beim Aufwachsen und halten auch Rehe fern.

Und damit kommen wir zum nächsten Problem: Wir haben in Deutschland einen sehr hohen Wildbesatz, der alles verbeißt und das natürliche Aufwachsen neuer (Misch-)Wälder verhindert. Zudem wächst in Fichtenwald nur wieder Fichtenwald – weil Fichten unglaublich vermehrungsstark sind.

Also wie kommt man von totem Fichtenwald zu gesundem Mischwald und warum eigentlich Mischwald?
Nun: Da wir nicht genau genug wissen, was die Klimazukunft bringt, ist Mischwald die beste Option. Man hat sozusagen mehrere Eisen im Feuer und hofft, dass wenigsten 2-3 davon mit den neuem Klima in 30-50 Jahren klar kommen.
Gesunder Mischwald besteht aus grob drei Schichten: Große Altbäume, mittelgroße Bäume darunter und Bodendecker, kleine Jungbäume, etc. darunter. Er hält damit die Sonne besser fern, die Verdunstung gering und das Wasser im Wald.

Aber da waren ja noch die Rehe die alles kaputtfressen? Exakt. Wer also nicht Milliarden in sinnlosen Pflanzungen versenken will muss in Schritt 1. zusammen mit den Jagdpächtern die Rehdichte auf ein erträgliches Maß bringen.
Dann in Schritt 2. eine Startpflanzung machen. Und dann vor allem mal nix. Tote Fichten sind derzeit am Holzmarkt fast komplett wertlos, es ist also auch finanziell sinnvoll JETZT den Wald umzubauen. Verkaufen kannste gerade eh nix. Und der Wald weiß wie er wächst und der beste Waldbodeschutz ist ihn NICHT zu zerfahren.

Nur wie kriegt man das einer Forstindustrie erklärt, die fast jahrhundertelang einseitig auf Fichtenforste gesetzt hat, die mit einem natürlichen Wald soviel zu tun haben wie ein Maisfeld mit einer blühenden Wiese? Und wie erklärt man Jägern, dass sie in 10-20 Jahren wenn der Mischwald langsam aufgewachsen ist, wieder mehr Rehe (irgendwann sogar mehr als vorher) im Wald belassen können, aber gerade eben nicht?

Immerhin scheint Deutschland etwas weiter zu sein als Tschechien aber man muss anmerken: Für sein im nachhinein kluges Vorgehen, die borkenkäferkranken Fichten einfach stehen zu lassen und den Wald vorsichtig umzubauen, musste der Nationalparkchef vom Bayerischen Wald einen Shitstorm erster Güte ertragen. Heute sind die Stimmen verstummt, denn während im Bayerischen Wald die Zukunft gar nicht mehr so klein ist, ist das große Sterben jetzt von Harz bis Thüringen überall angekommen.

Wir haben Geld in Deutschland. Das Immerhin. Also wäre es jetzt an der Zeit dieses Geld in die Hand zu nehmen, Förster, Waldbesitzer und Jäger zusammenzubringen und einen neuen durchmischten Wald zu starten. Und dann EINFACH MAL DIE NATUR MACHEN LASSEN. Und Boden, Bäume, Ökosysteme Lösungen finden lassen. Das haben die vor uns auch ganz gut alleine hinbekommen. Nicht die Natur ist das Problem, sondern wir.

Das alles wäre aber komplett sinnlos, wenn wir weiter wie bisher ungebremst CO2-ausstoßen. Denn derzeit sind wir im Worst-Case-Szenario und bei bis zu 5,4 Grad Erwärmung bis 2120 wird auch all der Waldumbau nix bringen. Bei so einer Erwärmung steht hier nichts mehr. Vor allem keine Bäume.

Daher: Willst du, dass deine Kinder oder Enkel einmal dieses unfassbar erhebende und beruhigend Gefühl erleben dürfen durch einen dieser wunderschönen, ausgedehnten Buchenwälder zu wandern, in denen man sich fühlt wie in einer gigantischen, grünen Säulenhalle der Natur – während all die Geräusche der Zivilisation endlich gedämpft sind und die Sonnenflecken in diesem sanften Lichtgrün auf dem Boden tanzen – dann setz dich für Klimaschutz ein.
Denn Klimaschutz ist Waldschutz. Und ganz ehrlich: Ich weiß nicht wie es dir geht – aber ich weiß nicht ob ich damit klarkäme in einer Welt ohne die Wälder meiner Kindheit zu leben.

Dein Captain Futura

Was sagt eigentlich ein Klimaforscher zum Waldsterben? (ein guter Freund von mir, wir waren zusammen in Tschechien 😉 )
https://www.klimatopist.de/waldsterben/

Was sagt eigentlich ein Förster zum Waldsterben?
https://www.faz.net/aktuell/karriere-hochschule/fragen-an-forstwissenschaftler-wie-sieht-der-wald-der-zukunft-aus-16914784.html

Zur Rolle der Jagd:
https://www.deutschlandfunk.de/rolle-der-jagd-wie-deutschlands-waeldern-zu-helfen-waere.724.de.html?dram:article_id=479920

Wasserverbrauch bei der Weinherstellung

Wein ist tatsächlich eines der Lebensmittel das vergleichsweise viel Wasser bei der Erzeugung verbraucht. Denn leider ist Jesus ja nicht bei jedem Abendmahl vor Ort.

Wer mal wissen will, welche Lebensmittel am meisten Wasser verbrauchen – ganz oben Kaffee mit schier unglaublichen Zahlen (Mist!) schaut z.B. hier:

https://www.lebensmittellexikon.de/v0001020.php
oder googelt schlicht „virtuelles Wasser“.

Wobei wichtig zu erwähnen ist: Wasser ist nicht Wasser. Entscheidend ist ob das Wasser beim Prozess verschmutzt wird, oder letztlich in großen Teilen unbelastet versickert und wieder in den Kreislauf geht.

Alles dazu und ein persönlicher Kalkulator hier:
https://www.waterfootprint.org/en/resources/interactive-tools/personal-water-footprint-calculator/

Und wer doch gerne weiter seinen Feierabendwein trinken will, freundet sich einfach mal mit nem Jesus an (gibt ja immer mal wieder einen in der Fußgängerzone – hier in Hamburg haben wir ja immerhin den GZUZ von der 187, wobei der wohl eher Kräuter zu Dampf macht aber das ist eine andere Geschichte) oder kauft nen feinen Biowein. Ist kaum teurer als normaler Wein und gibt es inzwischen in hervorragender, häufig sogar besserer Qualität. Denn normaler Weinanbau ist leider mit sehr viel Pestiziden verbunden und gar nicht sooo romantisch. Aber Biowein geht gut mit euch und dem Wasser um.

In diesem Sinne: Prost, skål, cheers, tchin-tchin oder wie auch immer: Gönnt Euch und Grüße von einem ziemlich feinen tschechischen Tropfen hier vor mir:
Ein 2020er Rotbier von den Hängen Böhmens mit einem sanft-aromatischen Bouqet von Pflaumen und Brombeere 😉
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P.S. Was noch erwähnt werden sollte – es ist wie aufm Wochenmarkt: Wenn ihr den Winzer / die Winzerin kennt und wisst: Das ist ’n Guter! Sei noch ergänzt: Manche machen natürlich auch ohne Biosiegel einen guten Job. In diesem Sinne: Liebe, Wein oder Bier und man hört sich nächste Woche, ich muss jetzt mal. Das trinkt sich hier nicht von allein 😉

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