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Verkehrszeichen und ihre Bedeutung

Im Grunde jede Partei rechts neben den Grünen (und ja, die SPD sehe ich da leider in relevanten Teilen auch) bestreiten seit geraumer Zeit ihren Wahlkampf mit: „So, jetzt sind aber mal wieder die Autofahrer dran!“ – „Schluss mit der Bevorzugung der Radfahrer“ – „Schluss mit der Autogängelei!“ – „Rettet die Parkplätze!“

Besonders gut knallen diese Slogans auf Wahlplakaten neben dem mehrspurigen Cityring bei dem „bevorzugte Radfahrer“ drei Ampeln mit unterschiedlichen Grünphasen abwarten müssen, um überhaupt zu queren.

Aber es fühlen sich alle wunderbar abgeholt und bestätigt in ihrer gedanklichen und körperlichen Trägheit.

Klar, wäre es deutlich gesünder Rad zu fahren, für jeden einzeln und auch für die Gesellschaft, klar wären Städte lebenswerter und mehr Platz für die, die tatsächlich nicht oder schlecht aufs Auto verzichten können (Polizei, Feuerwehr, Krankenwagen und Handwerker) aber was verfängt ist dieses ominöse Gefühl „dass jetzt auch mal gut ist mit dieser aggressiven Verkehrswende!“

Und dieses von der Politik und relevanten Teilen autoaffiner Medien verbreitete Gefühl führt zu erstaunlichen Wahrnehmungsstörungen.

Da fühlen sich Autofahrer zwischen 2 Reihen parkenden Autos und 2 Reihen fahrenden Autos „benachteiligt“ weil sie 10 Sekunden in der Tempo 30 Zone hinter einem Radfahrer tatsächlich 30 fahren müssen.

Was eine totale Frechheit ist, weil JEDER WEIß, dass Tempo 30 Zonen nur angelegt werden, damit die Leute wenigsten nicht schneller als 50 fahren. Zumindest die meisten.

Ich hatte vor 3 Tagen einen neuen Rekord auf der nach oben offenen Richterskala „Überholzwang“. Tempo 30 Zone, wir warten vor der Ampel, Ampel wird grün, ich roll mit den Autos los, Smart überholt mit quietschenden Reifen links, um dann (kein Scherz) sehr, sehr knapp vor mir nach rechts! abzubiegen. Ich bin übrigens für jeden sichtbar geradeaus über die Kreuzung gefahren. Dieser Smart hat mich nur nicht erwischt, weil ich entgegen meines normal sehr zügigen Anfahrens etwas müde vom Probe-Viertelmarathon am Tag vorher war. 25 cm Platz blieben, ansonsten wäre die Kreuzung ziemlich lange gesperrt gewesen.

In der Presse hätte dann mutmaßlich etwas davon gestanden, dass Radfahrer und Auto in einen Unfall „verwickelt“ waren. Und obwohl faktisch ein völlig wildgewordener Autofahrer mit Überholzwang einen sich 100 % an die Regeln haltenden Radfahrer förmlich umgenietet hat, hätten alle gedacht: „Jaja die Kampfradfahrer wieder, der ist doch bestimmt bei Rot über die Kreuzung!“

Und ich muss auch eure Vorurteile an dieser Stelle übrigens enttäuschen: Das generische Maskulinum lügt, in dem besagten Smart saß eine junge Frau. Die von mir einiges zu hören bekam, aber völlig ungerührt weitergebrettert ist.

Aber zurück zu den „Kampfradfahrern“. Ich fahre selber häufige Auto und daher: Wie dreist ist das eigentlich sich ständig über angebliche Kampfradfahrer zu mokieren, die auf kaum vorhandener Infrastruktur im Grunde freestylen müssen, während Kampfautofahrer von Regeln zuletzt in der Fahrstuhle entfernt gehört haben.

Tempo 50 innerorts? Fährst du wirklich 50, winkt die Polizei dich raus, weil die denken mit dir ist was nicht ganz knusper. (ist mir wirklich passiert)

Nicht in der Kurve parken, nicht direkt vor der Kreuzung, der Ampel, der Feuerwehreinfahrt oder auf dem Radstreifen parken?

Die Hupe regelkonform benutzen? Also nur zum Warnen und nicht um die depperten Kampfradfahrer anzuhupen, die auf der Fahrradstraße nebeneinander fahren? Wobei, man warnt doch! Also vor dem Ende der eigenen Geduld, also alles gut!

Und noch so ein Klassiker: Nicht bei durchgezogenen Linien überholen?

Besonders hier zeigt sich: Regelbrechung ist keine Ausnahme, sie ist der Regelfall.

Ich hab meine persönliche Statistik auf meinem Arbeitsweg. Da ist eine krasse Kurve, links großer Teich mit Bäumen, rechts Deich, dadurch ist uneinsehbar ob Gegenverkehr kommt. Deshalb durchgezogenen Linie.

80-90 % der Autofahrer überholen. OBWOHL ich in der Mitte der Kurve sogar rechts den Deich hoch abbiege und das vorher anzeige. Aber wer kann denn bitte diese 3 Sekunden waren?

Ich wurde von Autos, Sprintern, Obst-LKWs, rasenden Treckern, Schaustellern mit Anhängern und einem LKW mit Doppelanhänger überholt. 3 mal ist es nur durch eine glückliche Fügung gut gegangen. Wobei es mich immerhin meist nicht erwischen würde, ich biege ja kurz danach ab.

Verkehr funktioniert daher aus meiner Sicht am besten wenn alle Morgens einmal in den Spiegel schauen bzw. eine Videoaufnahme ihrer letzten Fahrmanöver sehen. Am besten begleitet von einer kompetenten Fahrlehrerin, die wirklich sehr, sehr enttäuscht von einem schauen kann.

Und dann sollte man sich einmal überlegen mit welchem Gefährt man den schlimmsten Schaden verursachen kann.

Denn das wäre für mich eine logische Regel: Je gefährlicher das Gefährt, desto enger die Regelauslegung.

2,5 Tonnen Auto mit 100 km/h haben circa 600 mal die Wucht eines Radfahrers mit 20 km/h und mit 50 km/h noch 150 mal die Wucht eines Radfahrers. Ein LKW mit 90 hat rund 10.000 mal die kinetische Energie eines zügigen Radfahrers.

Wenn also Fußgänger oder Radfahrer Regeln mal etwas biegen, sind die Folgen häufig harmlos (oder nur für sie selbst gefährlich) ein Auto mit Tempo 50 in der 30-Zone ist dagegen 2-3 mal so tödlich wie mit echten 30.

Und noch so eine Sache: Radfahrer haben Augen, Ohren und fast frei drehbare Köpfe. Es gibt gute Gründe warum z.B. Paris viele rote Ampeln für Radfahrer zu Stoppschildern erklärt hat und es keine messbare Erhöhung von Unfällen gibt.

Wer also selber bei 70 km/h innerorts im SUV sitzt, sollte vielleicht keine Steine auf Radfahrer werfen, die einem Falschparker nicht regelkonform ausweichen.

Alleine schon, weil sonst die Autoscheiben kaputt gehen.

Die Verkehrswende dagegen hat wenn überhaupt nur zaghaft angefangen und wir stehen und selber im Weg. Die Niederlande und Kopenhagen zeigen wie viel schöner und sicherer das Leben in Städten sein könnte. Aber ja, dazu müssen wir bereit sein in unserem temporären Zustand als Autofahrer und Autofahrerinnen etwas weniger bevorteilt zu werden.

Und zwar egal, ob wir fahren oder nicht. Denn z.B. in Hamburg sinkt die Verkehrsleistung der Autos kontinuierlich aber trotzdem rümpeln immer mehr Autos die Stadt voll. Die Leute nehmen zwar Rad und ÖPNV, verhindern aber mit ihrem parkenden Zweit- oder Drittwagen, dass diese Fahrt mit Rad oder ÖPNV sicher und angenehm ist.

Anders gesagt: Wir stehen uns selbst im Weg und Politik und Medien helfen uns dabei, weil sie uns in unserer Faulheit abholen, statt uns in einer klügere und schönere Welt mitzunehmen. Danke für nichts.

Friedrich Merz hat sich zur Kanzlerschaft gelogen.

Friedrich Merz hat sich zur Kanzlerschaft GELOGEN.

Ja genau. Das liest du gerade richtig. Er hat sogar mehrfach gelogen, unter anderem über die Nichtzusammenarbeit mit der AfD. Aber viel gravierender: Friedrich Merz hat, nur um Habeck zu schaden und bloßzustellen, 3 Jahre absichtlich Deutschland in Geiselhaft genommen und die Wirtschaft absaufen lassen.

Wahlkampf in Deutschland heißt: VOR der Wahl die Grünen für jede Idee und jeden Atemzug verteufeln – NACH der Wahl in einem Atemzug alles umsetzen, was die Grünen vorgeschlagen haben.

VOR der Wahl war die CDU überzeugt: Sondervermögen, Reform der Schuldenbremse, alles Wahnsinn, Teufelszeug, nicht nötig, ach komm ich zitiere einfach:

„Ich sehe keine Notwendigkeit, über eine Reform oder gar Abschaffung der #Schuldenbremse zu sprechen. Die #Bundesregierung ist aufgefordert, finanzielle Prioritäten zu setzen, statt das Geld unserer Kinder in Form von weiteren Schulden auszugeben.“ (Friedrich Merz)

Und weiter: „Wir nehmen 1.000 Milliarden Euro Steuern ein pro Jahr – 1 Billion – und damit sollen wir nicht auskommen?“ (Friedrich Merz)

Und jetzt nach der Wahl?: „Hey, die 1 Billion reicht leider nicht, wir brauchen ne zweite Leute, ja hab ich auch gerade erst rausgefunden, war mir neu, ich bin schon ziemlich geil, oder? Ein echter Macher!“ (Friedrichs Scherz)

Das Schlimmste daran ist: DASS die Union jetzt die grünen Pläne umsetzen will ist sogar SINNVOLL. Aber man weiß WIE sie es machen wird: UNGEZIELT & INKOMPETEN & KORRUPT.

Maskendeals >>>> Infrastrukturdeals

SPD und Grüne hätten gezielt in Zukunftsbranchen investiert, hätten gezielt Bahn und bestehenden Infrastruktur in Stand gestezt und modernisiert.

Ja das waren EXAKT die Pläne der Ampel, bis das Geld von der Union weggeklagt wurde und die Schuldenbremse die Wirtschaft in die Rezession gebremst hat.

Was die Union machen wird weiß man: Einfach alles ziellos mit Geld fluten und GANZ. VIELE. NEUE. Autobahnen bauen. Weil: NEUE AUTOBANEN SIND GEIL!

Die Bahn kriegt ein paar Almosen, die bestehenden Infrastruktur auch, Sanierungsprogramme für den Wohnungs- und Häuserbestand. Haha, blöde Ökos! Alles Geld in den Neubau, dieses Land gehört versiegelt.

Mark my words. Ich würde es LIEBEN falsch zu liegen.

Und wisst ihr auch warum die Union so agiert? Habt ihr mal von der 2-Santas-Strategie der Republikaner gehört?

Die ist kurz gesagt: Immer wenn Demokraten regieren endlos über das Staatsdefizit jammern und die so zwingen SELBER bei staatlichen Leistungen zu kürzen und SOBALD sie an der Macht sind Steuern senken, und Staatsdefizit in astronomische Höhen hochschrauben.

Die CDU hat erst die Grünen blockiert und will jetzt fast eine Billion raushauen. Und das wird: Die Wirtschaft ankurbeln. Natürlich. Und dann heißt es wieder: „Ach dieses #CDU, so eine Wirtschaftskompetenz!“ Einen SCHEIß haben die. Mit ner Billion schaff ich das auch die Wirtschaft in no time anzukurbeln.

Mit exakt dieser Taktik haben die Reps in den USA den Sozialstaat demontiert, die Verschuldung in astronomische Höhen katapultiert, alles Geld zu den Reichen umgeleitet und das alles OHNE die Wirtschaft wirklich anzukurbeln. Das war immer nur kurzes Strohfeuer, aber genug für die nächste Wahl.

LANGFRISTIG hat es gesellschaftliche Spaltung und Trump produziert aber KURZFRISTIG Wahlsiege. Und da hat Jens Spahn halt mal in den USA vorbeigeschaut und Friedrich davon erzählt und Merz sich gedacht: „Geil mach ich auch!“

China hat mit gezielter Industriepolitik seit 2000 ein Wirtschaftswachstum von 1400 %. Und genau dieses Modell schwebte Habeck vor. In Zukunftsbranchen investieren und aufbauen.

Warum investiert die CDU aber NICHT selten gezielt in Zukunftsbranchen? Warum gießen die Geld immer nur in die Betonlandschaft, kürzen mit dem Rasenmäher und hauen Abwrackprämien raus?

Ganz einfach: Wenn du gezielt in Bildung, Zukunftsbranchen, Sanierung etc. investierst, besteht die „Gefahr“ dass davon junge, kompetente, mutige Start-ups, Forschungsinstitute, kleine Betriebe und begabte junge oder alte Menschen profitieren.

Das kann ja niemand wollen. Die werden dann nur träge und verlassen sich auf staatliche Leistungen!

Wenn man dagegen bei der Abwrackprämie sinnlos ein paar Milliarden in alte Technik zum Abfackeln reingießt, fließt das Geld als Dividende quasi direkt zu den Aktionären, also sehr gezielt zu den Superreichen.

Und von Rasenmähersteuersenkungen profitieren absolut natürlich auch vor allem Reiche. Was bringt dir 10 % Einkommenssteuersenkung, wenn du kaum welche zahlst? Mit viel Glück sparst du um und bei 200 €. Aber der Millionär spart locker 100.000 € im Jahr.

Und auch von mit Geld fluten profitieren vor allem die Reichen, denn wer kann so viel Geld so schnell wegatmen und verarbeiten? Richtig. Großkonzerne. Wem gehören die? Richtig. Superreichen.

Wenn euch die 2-Santas-Strategie der Republikaner erfunden vorkommt: Nein. Die ist echt. Hier z.B. Googelt gerne weiter:

The Two Santas Strategy: How the GOP has used an economic scam to manipulate Americans for 40 years

Wenn ich jetzt Spitzengrüner wäre, würde ich Folgendes sagen: „Ja, wir stimmen einer Reform der Schuldenbremse und Sondervermögen zu. Unter folgender Bedingung: 95 % des Geldes fließt in BESTEHENDE Infrastruktur und Umbau auf Klimaneutralität und ein hoher Prozentsatz geht an die Bahn. Ansonsten gibt es KEINE Zustimmung.“

Übrigens möchte ich zum Abschluss noch anmerken: Auch und gerade menschlich war die ganze Nummer von absoluter Erbärmlichkeit. Habeck 3 Jahre blockieren, sich dann noch über in lustig machen „Der wird unter mir nicht Wirtschaftsminister, an der Aufgabe ist er ja wohl gescheitert, haha!“

Und dann alles machen, was Habeck vorgeschlagen hat. Auch das Heizungsgesetz bleibt ja plötzlich. Habecks Heizhammer wird zu Merz Megaheizungsboost.

Das ist als würde man beim Fußball den eigenen Spieler beim Toschuss umnieten, ihm den Ball wegnehmen und selber jubelnd einnetzen. Dafür würde man beim Fußball eine Tracht Prügel kriegen und könnte froh sein wenn die Nase nicht gebrochen ist.

Aber in der Politik ist Habeck der Buhmann, an seiner Aufgabe gescheitert, tritt zurück und Merz ist der Macher. Und das Manöver von Merz? Haben CDU-Wähler in 3 Monaten wieder vergessen, nur grüne „Fehler“ behalten sie für immer, denn daran erinnert sie Springer täglich.

Ich hab einen Tipp für euch CDU: Genau dieses Vorgehen mag in den USA mit 2 Parteien funktionieren. (Bis zum Trumpismus)

In Deutschland führt es zur AfD. Und das ist dann EURE SCHULD.

DENN IHR habt diese Land und dies Demokratie dann irgendwann bis in den Faschismus gelogen.

ÖPNV rettet Städte – Warum die Verkehrswende heute schon unsere Städte schöner macht

Es wird ja gerne so getan als wäre die „Verkehrswende“ irgendwie eine geplante ominöse Attacke auf Autofahrer. Dabei muss man sagen: Die „Verkehrswende“ hat es in Deutschland zum Glück schon in Teilen seit Jahrzehnten gegeben und sie ist vor allem eine Rettung für die Städte.

Links auf dem Bild sieht man das Volksparkstadion in Hamburg, rechts das State Farm Stadium in Glendale (Arizona) und seine Umgebung.

Man kann dabei zum Schluss kommen: Das VolksPARKstadion, kann überhaupt nur so heißen, weil die Besucher zu relevanten Teilen mit Bahn, Bus, Fuß und Fahrrad anreisen. Ansonsten wäre die Umgebung wie in Arizona ein einziger gigantischer Parkplatz. Der Volkspark ist für die Hamburger da, weil die Verkehrswende eben schon erfolgreich gewirkt hat.

Und wenn man so will, haben die USA auch eine Verkehrswende gemacht: Hin zum Auto und damit zu Städten, die dadurch zu großen Teilen aus Verkehrsflächen bestehen.

Dabei ist das Volksparkstadion nicht einmal besonders vorbildlich für deutsche Verhältnisse. Wer schon mal da war, weiß dass die Anreise durchaus anstrengend ist, weil die S-Bahn-Haltestelle Stellingen und Elbgaustraße einfach zu weit weg sind und die Busse dann natürlich notorisch überfüllt. Aber dazu kommen zunehmend weitere kleine Bausteine. Fahrrad, Park & Ride, Stadtrad – Verkehrswende ist wenn alles ineinander greift und damit den Druck verteilt.

Dazu passt auch, dass Hamburg gerade die S-Bahn-Linien effizienter angelegt hat und die U5 baut, die das Volksparkstadion endlich auch direkt anschließen soll. Übrigens hat die Hamburger Hochbahn eine erstaunliche Historie dabei geplante Budgets beim Bau einzuhalten. Etwas ziemlich Einzigartiges in Deutschland.

Dazu passt, dass Hamburg Radwege stückweise verbessert, aber auch Kreuzungen entzerrt, neu gestaltet oder zu Kreiseln umbaut und so auch für Autofahrer angenehmer macht. Das ist viel Detailarbeit, aber gerade DAS Ist was gute Politik ausmacht und wirklich etwas verbessert – während populistische Großprojekte gerne das exakte Gegenteil erreichen.

Bei einer gut gemachten Verkehrswende profitieren am Ende alle. Sogar die Autofahrer. Und vor allem die Städte und ihre Bewohner.

Denn mal ehrlich: Wie hart würde Altona bitte verlieren, wenn seine grüne Lunge Volkspark ein riesiger Parkplatz wäre?

In Berlin kann man gerade besichtigen, was passiert wenn tatsächlich ideologische Verkehrspolitik übernimmt. Das zarte Pflänzchen Radwegausbau wird zerstampft, die entsprechenden Projekte brutalstmöglich gegen 0 zusammengekürzt, Elektrobusse gibt es selbstverständlich auch nicht, der BVG kriegt ein Spardiktat und für 2 Milliarden € wird eine Stadtautobahn in Viertel geprügelt, die diese überhaupt nicht haben wollen.

„One more lane will fix it“ hat zwar noch nie funktioniert, aber man könnte es in Berlin ja nochmal probieren.

Die Folge: Mehr Stau, mehr Ärger, mehr Lärm, weniger Platz.

In Hamburg werden nur noch 32 % der Wege mit dem Auto zurückgelegt. Und selbst wenn man die Länge der Wege mit hereinnimmt, ist das Auto bereits unter 50 % gefallen.

Die Sache ist nur, dass Autos zwar komfortabel sind, aber auch sehr, sehr ineffizient beim Platzverbrauch und paradoxerweise immer mehr Menschen in Hamburg Autos haben, die immer weniger fahren. Das sind dann gar keine Automobile, sondern eher Autotrumstehbile.

Und weil Autos so ineffizient beim Platzverbrauch sind WIRKT ES als würden gefühlt 90 % der Wege mit ihnen zurückgelegt werden obwohl es nur 32 % sind.

Also, wenn jemand behauptet die Verkehrswende würde ja „Nicht funktionieren“: Sie hat längst funktioniert, sonst wären unsere Großstädte deutlich hässlicher.

Aber das tolle ist: Unsere Städte können noch viel schöner werden und die Lebensqualität für ihre Bewohner noch weiter verbessern.

In Hamburg ist im März Wahl. Es lohnt sich hinzugehen. Siehe Berlin.

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